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Energie-News

14.10.2011: Merkel schließt Wirtschafts-Pakt mit der Mongolei

Mongolische Kohle für deutsches Know-how

14.10.2011 - Deutschlands boomende Wirtschaft braucht Rohstoffe. Auf der Suche nach einem verlässlichen Lieferanten für Kohle und Seltene Erden reiste Kanzlerin Angela Merkel in die Mongolei. Zurück kam sie mit einem vielversprechenden Deal.

Verlässliche Rohstofflieferanten sind schwer zu finden. Die Preise fossiler Brennstoffe und Seltener Erden sind an die politischen Krisen unterschiedlicher Regionen gekoppelt. Hinzu kommt, dass die begehrten Stoffe immer seltener werden. Industrienationen wie Deutschland leiden unter den Unsicherheiten des Rohstoffhandels.

Ganz anders sieht es in der Mongolei aus. Das Land ist zwar bitterarm, doch reich an Bodenschätzen. Der Grund: Jahrzehnte lang interessierte sich kaum jemand für die verborgenen Reichtümer der Mongolen. Nun beginnt der Abbau von Kohle, Kupfer, Gold und Seltener Erden. Damit ist die Reise von Angela Merkel nach Zentralasien nur logisch. Denn die Mongolen zeigen wiederum Interesse am deutschen Rohstoff "Wissen". "Wir haben die Rohstoffe, Deutschland hat das Know-how", sagte Regierungschef Sukhbataatar Batbold.

Industrie begrüßt Abkommen mit der Mongolei

Ganz uneingeschränkt will die mongolische Regierung die Rohstoffe nicht verkaufen: Die Verarbeitung von Kupfer und Seltenen Erden wollen sie im eigenen Land behalten. Dennoch sieht das Abkommen Rohstofflieferungen ohne mengenmäßige Begrenzungen vor.

Deutschlands Wirtschaftsvertreter begrüßten Merkels Mongolen-Deal. "Deutschland muss sich strategische Allianzen auch im Bereich der Rohstoffe sichern, die in den kommenden Jahrzehnten knapp werden können", sagte ThyssenKrupp-Aufsichtsrat Ekkehard Schulz.

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