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Euro pro Jahr können Autofahrer durch spritsparende Leichtlaufreifen einsparen. (Quelle: Deutsche Energie-Agentur)

Energie-News

24.10.2011: EU will Netzausbau vorantreiben

9,1 Milliarden für Europas Stromnetz

24.10.2011 - „Connecting Europe“ – hinter diesem Slogan steht das Ziel der Europäischen Union, Europas Stromnetze zusammenwachsen zu lassen. Doch dieses Ziel erscheint derzeit in weiter Ferne. Zum einen fehlt das Geld, zum anderen bremst Europas Bürokratie einende Großprojekte. Nun will die Europäische Kommission nachhelfen.

Europa erzeugt große Mengen Öko-Strom: Im windigen Norden die Windkraft, im sonnigen Süden die Sonnenenergie, in wasserreichen Gegenden durch Wasserkraftwerke und in ländlichen Regionen durch Biogasanlagen.

Mancherorts besteht ein enormer Überschuss an Öko-Energie, während anderswo qualmende Kohlekraftwerke bei der Stromversorgung aushelfen müssen. Diese Schieflage will die Europäische Kommission ausmerzen. Das Ziel: Europa verteilt den Strom so, dass überall ausreichend grüner Strom zur Verfügung steht.

EU-Gelder lediglich Impulsgeber für den Netzausbau

9,1 Milliarden Euro will die EU zwischen 2014 und 2020 in den Ausbau des europäischen Stromnetzes fließen lassen. Zwar reicht das Geld nicht aus, um die Netze zu bauen, die Verantwortlichen erhoffen sich jedoch eine Hebelwirkung, um private und öffentliche Anleger auf den Geschmack zu bringen.

Neben der Finanzspritze will die EU auch organisatorisch helfen. Aufwändige Genehmigungsverfahren für den Bau neuer Leitungen will sie vereinfachen und auf maximal drei Jahre verkürzen. Das ist bitter nötig, um den Ausbau voranzutreiben. Derzeit dauert der Ausbau einer Leitung rund 10 Jahre. Nicht nur die Genehmigung frisst Zeit, auch langwierige Gerichtsverfahren klagender Anwohner halten die Energiewende immer wieder auf.

„Unsere ambitionierten energie- und klimapolitischen Ziele erreichen."

"In Deutschland haben wir mit unserem Netzausbaubeschleunigungsgesetz in diesem Sommer schon vorgelegt. Nun gilt es, auf europäischer Ebene den nächsten Schritt zu machen, “ sagt der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler. „Nur so können wir unsere ambitionierten energie- und klimapolitischen Ziele erreichen."

Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sieht das Vorhaben der EU positiv. „Dem Ausbau der Energieinfrastruktur in Europa kommt eine Schlüsselrolle bei der Energiewende zu“, sagt Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW. Es sei das richtige Zeichen, dass Brüssel jetzt ernst mache und die Nationalstaaten beim Ausbau ihrer Energienetze unterstützt werden.

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