Bundesregierung beschließt Kreislaufwirtschaftsgesetz
Ab in die Tonne: Neues Müllkonzept

Mit dem neuen Kreiswirtschaftsgesetz ist die Bundesrepublik auf dem Weg in ein bundesweit einheitliches Müllsystem. "Das neue Abfallrecht ist ein bedeutsamer Schritt auf dem Weg zu einer echten Kreislaufwirtschaft. Wir wollen konsequent Abfall vermeiden, höchste Anforderungen an das Recycling stellen und damit unsere Ressourcen effizienter und schonender nutzen", sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen.
Das Gesetz sei ein Gewinn für die Bürger, für die Kommunen, die Wirtschaft und besonders für die Umwelt, betonte Röttgen. Künftig sollen Verbraucher alle Abfälle aus Plastik und Metall bundesweit in ein und dieselbe Tonne werfen. Ab 2013 soll der bisherigen Recycling- Kreislauf ersetzt werden, den jede Kommune bisher anders gehandhabt hat.
Somit könnte der ausrangierte Kochtopf mit der Waschmittelflasche in einer Tonne entsorgt werden. Damit sollen weitere 7 Kilogramm Müll pro Kopf und Jahr mehr dem Recycling-Kreislauf zugeführt werden. Bislang sind es rund 28 Kilogramm.
Trotzdem steht beim Abfallkonzept der Bundesregierung die Müllvermeidung an oberster Stelle, gefolgt von der Wiederverwendung, zum Beispiel über Pfandflaschen, und dem Recycling. Zudem sollen Abfälle vermehrt energetisch genutzt werden, etwa als Biomasse für Biogasanlagen. Nur als letzte Option soll Müll verbrannt werden.
Wertstoffgesetz folgt 2012
Wie die genauen Bestimmungen für die neue einheitliche Tonne aussehen, bleibt aber vorerst offen. Erst das für 2012 geplante Wertstoffgesetz setzt verbindliche Richtlinien. So ist unklar, ob die neue Wertstofftonne die weit verbreiteten gelben Tonnen und gelben Säcke überflüssig macht.
In einem Punkt ist sich die Bundesregierung jetzt schon einig: Eine zusätzliche Tonne zu Restmüll-Behälter, Bio-Tonne und Papier-Sammler soll es nicht geben. Auch von Mehrkosten sollen die Haushalte verschont bleiben.






