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Energie-News

01.09.2011: Gestiegene Rohstoffpreise bei den Seltenen Erden

Energiesparlampen bald 25 Prozent teurer?

01.09.2011 - Ab 1. September dürfen keine 60-Watt-Glühlampen mehr neu in den Handel kommen. Ausgerechnet jetzt kündigen die Lampen-Hersteller Osram und Philips massive Preiserhöhungen für die Glühlampen-Alternative Energiesparlampe an. Grund dafür sei aber nicht das „Glühbirnen“-Verbot, sondern die drastisch gestiegenen Rohstoff-Preise bei den Rohstoffen aus der Gruppe der sogenannten Seltenen Erden.

Der Abschied von der guten, alten „Glühbirne“ fällt der Mehrheit der Deutschen nicht schwer. In einer aktuellen Emnid-Umfrage begrüßen 79 Prozent der Befragten das Verbot des mehr als 130 Jahre alten Klassikers. Schließlich gibt es äußerst energieeffiziente Alternativen.

Doch ausgerechnet jetzt droht den Verbrauchern der Preisschock. Die Marktführer Osram und Philips kündigten Preiserhöhungen für Kompaktstoffleuchten (besser bekannt als Energiesparlampe) und Leuchtstoffröhren von bis zu 25 Prozent an.

Stoffe der Seltenen Erden immer teurer

Beide Hersteller betonten, dass aber nicht das „Glühlampen-Verbot“ der Hintergrund sei, sondern der dramatische Anstieg der Rohstoffpreise. "Seltene Erden sind in den vergangenen zwölf Monaten um 700 Prozent teurer geworden", sagte Osram-Sprecher Stefan Schmidt der Nachrichtenagentur dpa.

Lanthan, Europium, Terbium und Yttrium aus der Gruppe der sogenannten „Seltene Erden“ werden bei der Produktion von Leuchtmitteln benötigt.

Handel reagiert auf die Ankündigungen zurückhaltend

Wie hoch die Preissteigerung am Ende tatsächlich ausfällt, liege laut Schmidt jedoch am Handel. Dort sind die Reaktionen bisher zurückhaltend. Auf dpa-Anfragen kündigten Möbeldiscounter IKEA und die Baumarktkette Praktiker an, dass es derzeit keinen Anlass für Preiserhöhungen gäbe.

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