05.09.2011: Espresso- und Kaffeemaschinen sollen Energielabel bekommen
Kaffeemaschinen im Fadenkreuz der EU

05.09.2011 – Gerüchten zufolge plant die Europäische Union (EU), den Stromverbrauch von Kaffee- und Espressomaschinen zu reglementieren. Nach Kühlschränken, TV-Geräten und Waschmaschinen wäre dies eine weitere Produktgruppe, der die EU-Kommission Energieeffizienz verordnet.
Das EU-Energielabel informiert Verbraucher über den Stromverbrauch von Elektrogeräten. Neben Zahlen und Fakten zum jeweiligen Gerät, fasst es dessen Energieeffizienz kurz in einem Buchstaben zusammen: Während „G“ wahre Stromschlucker kennzeichnet, steht „A+++“ für absolute Sparsamkeit.
Welche Geräte die Hersteller mit solch einem Label ausstatten müssen, entscheidet die Europäische Union. Sie bestimmt auch, wie effizient ein Gerät mindestens sein muss. Anhand einer Studie will die EU nun herausfinden ob die Kennzeichnung von Kaffee- und Espressomaschinen sinnvoll ist.
Zwar betont die EU-Kommission, an keinem konkreten Gesetz zu arbeiten, räumt jedoch ein, verschiedene Produktgruppen zu prüfen. „Wir schauen uns die Ergebnisse der Studie genau an“, sagte EU-Energiekommissar Günther Oettinger der Nachrichtenagentur „dpa“.
Kaffeemaschinen sollen sich automatisch abschalten
Eines steht jedoch schon fest: Besonderes Augenmerk gilt Wärmeplatten von Filtermaschinen, die den Kaffee warm halten. Sie laufen meist viele Stunden und verbrauchen enorme Strommengen – vor allem wenn die Maschine den ganzen Tag läuft. „Bis 2014 sollten solche Maschinen mit einer Automatik ausgerüstet sein, die nach 30 Minuten automatisch abschaltet“, raten die Experten der Kommission. „2018 sollten solche Geräte komplett vom Markt genommen werden.“
Ausgerechnet diese Geräte sind im Einkauf oft die günstigsten und dementsprechend am meisten gefragt. Espresso-Maschinen kosten ein Vielfaches dieser Maschinen, verbrauchen dafür bedeutend weniger Strom. Sie schalten sich automatisch ab und erhitzen nur die Menge Wasser, die benötigt wird.






