12.09.2011 – Stromverbrauch von Google
Internet-Gigant spart Energie

12.09.2011 – Das amerikanische Unternehmen Google hat erstmals Zahlen über seinen Energieverbrauch bekannt gegeben. 2,26 Millionen Megawattstunden verbrauchte der Internet-Riese im vergangenen Jahr. Eine Google-Anfrage benötigt weit weniger Strom als bisher angenommen.
Mehr als eine Milliarde Internet-Suchanfragen gehen täglich in der kleinen kalifornischen Stadt Mountain View ein. Dort befindet sich das Rechenzentrum von Google, der erfolgreichsten Internet-Suchmaschine der Welt. Seit Jahren kursieren Gerüchte über die Anzahl der Geräte, die für die Beantwortung aller Suchanfragen nötig ist, und deren Energieverbrauch. Diesen Spekulationen hat das Unternehmen nun ein Ende gesetzt und seinen Stromverbrauch offen gelegt. Das Ergebnis: In einem Jahr verbraucht Google in etwa so viel Strom wie 200.000 Haushalte.
E-Mail umweltfreundlicher als Flaschenpost
Im Zuge der Veröffentlichung relativiert Google seinen enormen Energieverbrauch. Das Versenden einer Flaschenpost, so das Unternehmen, verursacht in etwa so viel Treibhausgas wie die einjährige Nutzung des E-Mail-Anbieters Google-Mail. Was auf den ersten Blick absurd erscheint, ergibt bei genauerer Betrachtung Sinn: Die Produktion einer Flasche sowie deren Transport sind vergleichsweise energieaufwändig. Weitere Beispiele zeigen: Die virtuellen Angebote von Google verursachen zwar CO2, sind aber umweltfreundlicher als ihre materiellen Pendants.
Eine Google-Anfrage braucht 0,3 Wattstunden Strom
Mangels Informationen von Google hatten Fachleute den Energieverbrauch einer Suchanfrage bisher auf 11 Wattstunden geschätzt. Tatsächlich sind es gerade mal 0,3 Wattstunden. Obwohl der Google-Suchindex ständig wächst, bleibt dieser Wert seit Jahren gleich. Der Grund: Google arbeitet permanent an der Energieeffizienz seiner Rechenzentren.
Ein Viertel der 2010 von Google verbrauchten Energie stammte aus erneuerbaren Energiequellen. Diesen Wert will das Unternehmen weiter steigern: 2012 sollen Googles Rechner zu 35 Prozent mit Öko-Strom laufen.






