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Energie-News

13.09.2011: Energiewende: Stromimporte aus dem Ausland nehmen zu

Deutschland importiert mehr Strom als 2010

13.09.2011 – Nach der abrupten Abschaltung der sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke und dem Reaktor Krümmel im März sind die Stromeinfuhren aus Frankreich und Tschechien im ersten Halbjahr von 20 auf 25 Milliarden Kilowattstunden gestiegen. Trotzdem bleibt Deutschland unter dem Strich Strom-Exporteur.

Aus deutschen Netzen floss im ersten Halbjahr 2011 mit rund 29 Mrd. kWh weniger Strom ins Ausland als im Vorjahreszeitraum (31 Mrd. kWh). Die Stromflüsse aus dem Ausland nahmen ebenfalls deutlich zu und betrugen in den ersten sechs Monaten 2011 rund 25 Mrd. kWh (1. Hj. 2010: 20 Mrd. kWh). Insgesamt ergibt sich aktuell ein Austauschsaldo von 4 Mrd. kWh.

Aus Frankreich kam in der ersten Jahreshälfte 2011 mit 42 Prozent der größte Anteil der Stromflüsse Richtung Deutschland, aus Tschechien mit 22 Prozent der zweitgrößte. Die größten Strommengen aus Deutschland flossen nach Österreich (27 Prozent) und in die Schweiz (25 Prozent).

Deutschland ist Strom-Transitland

Deutschland ist mit seiner zentralen Lage in Europa Drehscheibe des europäischen Stromflusses und tauscht Elektrizität unmittelbar mit neun benachbarten Staaten aus. Bei einem großen Teil dieser grenzüberschreitenden Flüsse handelt es nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) um Transitmengen.

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