28.09.2011: Sonnenstrom aus Griechenland
Griechenland will Solarenergie exportieren

Die griechische Wirtschaft liegt am Boden, das Land braucht dringend ausländische Investitionen. Diese könnten jetzt aus Deutschland kommen: Griechische Politiker werben für das Projekt "Helios". Der Plan: Solarenergie soll in großem Stil nach Deutschland exportiert werden.
Die nötigen Investitionen wollen Griechenland und Deutschland gemeinsam aufbringen. Profitieren würden letztlich beide von dem Deal: Griechenland durch durch deutsches Geld und Deutschland durch die Solarenergie. Das Helios-Projekt ergebe „wirtschaftlich absolut Sinn“, so der griechische Umwelt- und Energieminster Giorgos Papakonstantinou. Dem Ziel der Energiewende komme Deutschland damit „bedeutend näher“.
Zuvor hatte bereits Finanzminister Schäuble die Idee geäußert, den Sonnenstrom von Griechenland nach Deutschland zu importieren. „Griechenland hat eine viel höhere Anzahl von Sonnenstunden im Jahr als wir in Deutschland und könnte Strom zu uns exportieren“, sagte Schäuble in einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“. Im Oktober reist Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler nach Athen, um die Investitionsmöglichkeiten zu besprechen.
20 Milliarden Euro für das Projekt Helios
Mit 300 Sonnentagen im Jahr sind die Vorraussetzungen gut. Derzeit beläuft sich die Produktion von Sonnenstrom in Griechenland zwar auf nur 270 Megawatt. Bis 2020 soll diese Zahl jedoch auf 2,2 Gigawatt steigen. Für einen ersten Anschub hat die griechische Regierung bereits 1,1 Milliarden Euro an Investitionen zugesagt. Für das gesamte Projekt rechnet Athen mit einem Volumen von rund 20 Milliarden Euro.
Da trifft es sich bestens, dass der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou derzeit auf Deutschland-Besuch weilt. Bei einem Abendessen am gestrigen Dienstag in Berlin besprachen er und Angela Merkel auch das Projekt "Helios".






