29.09.2011: Kosten der Energiewende
AKW-Rückbau kostet mehr als 18 Milliarden Euro

29.09.2011 – Einem Pressebericht zufolge kommen auf die Betreiber der deutschen Kernkraftwerke Kosten in Milliardenhöhe zu. Bis die 17 vom Ausstiegsbeschluss betroffenen Atomkraftwerke abgerissen und entsorgt sind, müssen die Unternehmen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall mit Kosten von mindestens 18 Milliarden Euro rechnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little (ADL), das vom "Handelsblatt" veröffentlicht wurde.
Nach dem Beschluss zur Energiewende im Juni diesen Jahres mussten die Betreiber acht Kernkraftwerke unmittelbar stilllegen. Die verbleibenden neun Anlagen sollen in den kommenden elf Jahren folgen. Laut Studie kommt auf die Besitzer eine logistische und finanzielle Herausforderung zu: Je Kraftwerk reicht die Spanne der Kosten für Abriss und Entsorgung von 670 Millionen Euro bis zu 1,2 Milliarden Euro. Bisher hatten die Energiekonzerne keine Zahlen zum Rückbau genannt.
Nicht mehr genug Mittel für die Endlagerung?
Die Experten von ADL, die Kernkraftbauer und –betreiber beraten, warnten vor Engpässen beim Rückbau. „Der Atomausstieg in Deutschland stellt die Versorger und Dienstleister vor eine schwierige Aufgabe“, so Berater Michael Kruse. Auch Umweltschützer warnten. Demnach könnten die Mittel, die die Betreiber für Rückbau und Endlagerung veranschlagt haben, nicht für beides ausreichen. Insgesamt haben die Unternehmen dafür Rücklagen in Höhe von 30 Milliarden Euro gebildet.






