02.02.2012
2011 mehr Pellets verheizt
2011 wurden in Deutschland 1,9 Mio t Holzpellets produziert, 100.000 t mehr als im Vorjahr, so der Deutsche Energieholz- und Pelletverbandes (DEPV). Die Produktionskapazität habe 2011 bei 2,7 Mio t gelegen, womit 70% der Anlagen ausgelastet gewesen seien.
Der Verbrauch lag 2011 mit 1,4 Mio t deutlich unter der Produktion, ein Drittel der in Deutschland hergestellten Pellets wurden exportiert. Deutschland habe aktuell einen Bestand an 155.000 Pelletheizungen. Für 2012 erwartet der Verband eine Produktionsmenge von 2 Mio t bei einer auf 2,9 Mio t gewachsenen Produktionskapazität.
02.02.2012
"Blauer Engel" fürs Contracting
Der Verband für Wärmelieferungen (VfW), Hannover, begrüßt die Einführung des "Blauen Engels" fürs Einsparcontracting durch die RAL und das Umweltbundesamt. Das Umweltzeichen "RAL-ZU 170" für "Energiedienstleistungen mit Energiespar-Garantie-Verträgen" kennzeichnet vorbildliche Projekte, die einen besonders hohen Beitrag zum Klimaschutz leisten und sich durch ein qualifiziertes Energiemanagement auszeichnen.
Die Vergabekriterien zielen auf die Verwendung von Musterverträgen mit Mindeststandards für den Nachweis der Energieeinsparungen, die Einführung eines Energiemanagementsystems und Serviceleistungen. Die erreichten Einsparungen müssen bei der Antragstellung nachgewiesen werden.
Mit der Durchführung der energetischen Sanierungsmaßnahmen müssen mindestens 30% an CO2-Emissionen gegenüber dem Zustand vor dem Vertragsabschluss eingespart werden. Um sicher zu stellen, dass die CO2-Minderungen nur zum geringen Teil durch einen Energieträgerwechsel zustande kommen, wird zusätzlich eine Primärenergieeinsparung von mindestens 25% gefordert.
Zahlreiche Pilotprojekte in öffentlichen Gebäuden und Krankenhäusern zeigten, dass durch Einspar-Contracting im Bereich der Anlagentechnik Einsparungen von 20% bis 30%, in einigen Fällen sogar bis zu 50% möglich seien, so der VfW.
Da sich die notwendigen Investitionen in der Regel aus den eingesparten Energiekosten finanzieren ließen, würden signifikante Energieeinsparungen und Emissionsminderungen bei gleichzeitiger Übernahme der wirtschaftlichen und technischen Risiken durch den Contractor erreicht, der die Konzeption, Planung, Finanzierung, Umsetzung und den Erfolgsnachweis der Energieeinsparmaßnahmen übernimmt.
02.02.2012
20% der Städte "Stromverschwender"
Deutsche verbrauchen pro Jahr 1852 kWh Strom, doch es gibt große Unterschiede. Das ergab eine Auswertung des Leipziger Portals www.preisvergleich.de in 120 Städten unter 120.000 stichprobenartig ausgewählten Stromvertragsabschlüssen, die von 2009 bis 2011 online über das Portal bei Stromversorgern abgeschlossen wurden.
Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Haushaltsgrößen wurde aufgrund der Vertragsangaben der Pro-Kopf-Verbrauch pro Stadt ermittelt. Die Ergebnisse klassifizieren sich in drei Gruppen: "Stromsparer" verbrauchen 10% weniger als der ermittelte Durchschnitt, also unter 1667 kWh, "Stromverschwender" um 10% mehr, also über 2037 kWh.
Normal-Stromverbraucher sind im Mittel. Die größten "Stromverschwender" leben in Aschaffenburg, Oldenburg und Osnabrück. Die Aschaffenburger verbrauchen fast ein Viertel mehr Strom als der deutsche Schnitt. Ähnlich sieht es in Oldenburg mit 22,3%, Osnabrück mit 22,1% und Ludwigshafen mit 20,7% mehr aus.
Weitere "Stromverschwender" sind Regensburg, Trier, Bamberg, Aachen, Wolfsburg, Erlangen, Saarbrücken, Bayreuth, Karlsruhe, Passau, Celle, Darmstadt, Fürth, Hannover, Reutlingen, Marburg, Hanau, Moers, Münster und Straubing.
"Stromsparer" sind 17% der untersuchten Städte, insgesamt 20: Erster ist Neubrandenburg mit 25,1% weniger Verbrauch vor Gera und Erfurt mit je 24,9% weniger. Weitere "Stromsparer" sind Garmisch-Partenkirchen, Schwerin, Jena, Suhl, Rostock, Magdeburg, Pirmasens, Baden-Baden, Frankfurt/Oder, Dessau-Roßlau, Ingolstadt, Cottbus, Kiel, Zwickau, Leipzig, Leverkusen und Dresden.
Unterm Strich zeigt der Vergleich, dass Westdeutsche bis ein Drittel mehr Strom als Ostdeutsche verbrauchen. In einem guten Mittelfeld befinden sich Stuttgart und München mit je 8,5% weniger als der Schnitt vor Hamburg mit 4,5% und Frankfurt am Main mit 4,0% weniger ? interessanterweise Städte mit dem höchsten durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen.
Im Schnitt verdienen aber die Bürger in "Stromverschwender"-Städten 5,5% mehr als der deutsche Durchschnitt. Bei den "Stromsparern" verfügen die Haushalte im Schnitt um 9,9% weniger Geld.
30.01.2012
Studie zur Rekommunalisierung
Das Deutsche Institut für Urbanistik gGmbH (Difu), Berlin, hat die Studie "Rekommunalisierung ? eine Bestandaufnahme" herausgegeben. Autoren sind Dipl.-Sozialökonom/Dipl.-Volkswirt Jens Libbe, Ass.iur. Stefanie Hanke LL.M und Dipl.-Ing. (FH) Maic Verbücheln.
Die Studie befasst sich mit den ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Rekommunalisierung sowie mit der grundsätzlichen Frage, inwieweit es in einer marktwirtschaftlich verfassten Wirtschaftsordnung einen Bedarf an öffentlicher Leistungserbringung gibt.
Das 24 Seiten starke Paper kann für eine Schutzgebühr von 5 Euro bei Angelika Meller, Telefon: 030/39001-253 oder Fax: 030/39001-275 oder E-Mail an verlag@difu.de bestellt werden.
30.01.2012
Linke für mehr Effizienz
Die Linke im Bundestag fordert die Bundesregierung auf, den Widerstand gegen eine wirksame EU-Energieeffizienzrichtlinie aufzugeben und sich auf das Ziel der Reduzierung des Energieverbrauchs bis 2020 um 20% verbindlich festzulegen. Die Fraktion drängt auf eine Steigerung der Energieeffizienz.
Dazu stellte sie den Antrag, die Energieversorger zu verpflichten, jährlich Energieeinsparungen von 1,5% im Vergleich zum Vorjahr bei ihren Endkunden zu erzielen. Außerdem solle der ermäßigte Satz der EEG-Umlage für die energieintensive Industrie erhöht und eine energetische Sanierungsquote für Gebäude eingeführt werden. Bei der KWK solle das KWKG bald novelliert und ein nationaler Wärme- und Kälteplan für den KWK-Ausbau erstellt werden, so die Partei.
30.01.2012
SPD drängt bei Regenerativwärme
Die SPD-Fraktion im Bundestag fordert, dass der Erfahrungsbericht der Bundesregierung zum Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz bis spätestens Ende Januar vorgelegt wird. Der Bericht solle Vorschläge für ordnungsrechtliche Verpflichtungen zur Nutzung erneuerbarer Energien bei der Erneuerung von Heizungsanlagen unterbreiten und eine Weiterentwicklung der bestehenden Fördersysteme aufzeigen.
Außerdem solle sich die Regierung zu einer Abgabe auf den Import von fossilen Heizstoffen wie Heizöl und Erdgas äußern, die in Fachkreisen diskutiert werde, so die Fraktion. Laut SPD ist der Anteil der erneuerbaren Energien an der Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser in den letzen Jahren stagniert und 2011 sogar auf 10,1% zurückgegangen.
27.01.2012
Russland setzt auf Kohle
Die Gesamtproduktion von Steinkohle in Russland wird bis 2030 um 100 Mio t steigen. Das kündigte der russische Premier Wladimir Putin vor Kurzem an. Dann werde sie insgesamt 430 Mio t pro Jahr betragen. 2011 sind in Russland rund 336 Mio t Kohle gefördert worden.
27.01.2012
Sonnige Perspektiven
Über den Boom im Solarmarkt 2011 zeigten sich die 200 Experten überrascht, die auf dem "2nd Inverter and PV System Technology Forum 2012" am 23. und 24. Januar in Berlin, technische Lösungen rund um die PV diskutierten. Von den insgesamt in Deutschland installierten 24 GW PV 2011 kamen 7,5 GW im vergangenen Jahr hinzu.
Dies stelle neue Herausforderungen an die Netzinfrastruktur und ans gesamte PV-System, so der Tenor der Vorträge. Zu den kostengünstigen Lösungen der Integration gehöre die Einspeisung von Blindleistung, mit der die Netzleistung um 20% bis maximal 100% gesteigert werden könne, und eine Zunahme des Eigenverbrauchs.
Von der Wissenschaft hieß es, durch sinkende Batterie- und PV-Systemkosten sowie steigende Energiepreise würden der Eigenverbrauch von Solarenergie und die Anschaffung lokaler Batterien zur Speicherung bald rentabel.
Das Potenzial für PV in Deutschland liege bei 200 GW. Die Einspeisevergütung für den Solarbereich werde nur noch in den nächsten drei bis vier Jahren benötigt, da die Kosten für Solarstrom dann unter denen für konventionellen Strom lägen.
27.01.2012
"Test" zum Ökostrom
Die Stiftung Warentest analysierte Ökostromtarife und veröffentlichte das Ergebnis im neuen "Test"-Heft: Danach haben nur 13 von 19 untersuchten Angeboten einen Nutzen für die Umwelt. Bei diesen Tarifen investiere der Lieferant in neue Wind- oder Wasserkraftanlagen, hieß es.
"Sehr stark" ökologisch engagiert und zusätzlich mit "guten" Vertragsbedingungen sind dem Testbericht zufolge die Tarife der unabhängigen Ökostromanbieter EWS Schönau, LichtBlick und NaturStrom. Auch Greenpeace Energy sei "stark engagiert", seine Tarifbedingungen aber nur "befriedigend".
Nur bei diesen vier unabhängigen Ökostromanbietern gehe das Geld nicht an ein Unternehmen, das auch Atom- und Kohlestrom verkaufe, so der Bericht. Es gebe auch bei konventionellen Energieversorgern Tarife, die ein "sehr starkes" oder "starkes" ökologisches Engagement des Anbieters erkennen lassen, sieben engagierten sich hingegen nur "schwach".
26.01.2012
Prozesswärme günstiger
Unternehmen könnten durch energetische Optimierungs- und Modernisierungsmaßnahmen Einsparungen von durchschnittlich 15% bei der Prozesswärme erzielen. Darauf verweisen die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH).
Ein Großteil der feuerungstechnischen Anlagen in Deutschland sei über zehn Jahre alt, hieß es. Durch eine Modernisierung dieser 250.000 veralteten Anlagen könnte die deutsche Wirtschaft beträchtliche Mengen Öl und Gas sparen.
Eine neue Info-Broschüre soll Unternehmen helfen, Einsparpotenziale systematisch zu erschließen. Sie zeigt anhand konkreter Beispiele Energieeinsparpotenziale in der industriellen Wärmeversorgung sowie Strategien zur Umsetzung von Maßnahmen. Sie kann unter www.industrie-energieeffizienz.de oder unter www.bdh-koeln.de bestellt werden.






