23.05.2012

USA bremst China-Module

Das US-Handelsministerium veröffentlichte vorläufige Antidumping-Zölle für Solarimporte aus China. Abhängig vom Hersteller sind Ausgleichszölle zwischen 31% und 250% zu zahlen.

Produkte von Suntech Power werden mit 31,22% und die von Trina Solar mit 31,14% belastet, die von 59 weiteren Herstellern, darunter Canadian Solar, Hanwha SolarOne, Yingli Solar, LDK Solar und Jinko Solar mit 31,18% und die aller anderen Hersteller und Exporteure mit 249,96%. Die Ausgleichszölle gelten für Importe von Solarerzeugnissen, die Solarzellen beinhalten, die in China gefertigt wurden.

Nach Meldung des EuPD Research, Bonn, ist die Entscheidung vorläufig. Grund seien Preisdumping-Vorwürfe, weil chinesische Unternehmen durch staatliche Förderprogramme bevorteilt worden sein sollen. Geklagt hatte die Solarworld Industries Americas Inc., die US-Tochter der deutschen Solarworld AG, Bonn.

 

23.05.2012

Offensiv gegen Energiearmut

Um einkommensschwachen Haushalten zu helfen, ihre Energiekosten zu senken, haben der Deutsche Caritasverband und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen (eaD) mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums vor über drei Jahren die Aktion "Stromspar-Check" gestartet.

Inzwischen haben daran bundesweit mehr als 70.000 Bezieher von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld teilgenommen. Jeder Haushalt sparte durchschnittlich 133 Euro an Energie- und Wasserkosten pro Jahr. Mit jedem Check werden langfristig außerdem rund 2 t CO2 vermieden, insgesamt also mehr als 135.000 t.

Die "Stromspar-Checks" nehmen derzeit 750 Stromsparhelfer in über 100 Städten und Landkreisen vor. Sie waren zuvor selbst langzeitarbeitslos, ermitteln und analysieren den Energie- und Wasserverbrauch der Haushalte vor Ort, bauen kostenlos Energiesparartikel ein und geben Tipps zur Nutzung sowie zum energieeffizienten Verhalten.

Jeder Haushalt reduziert mit neuen Energiesparlampen, schaltbaren Steckerleisten oder Zeitschaltuhren die Stromkosten um durchschnittlich 13%. Weitere Informationen und die teilnehmenden Standorte sind unter www.stromspar-check.de zu finden.

 

22.05.2012

IT wird effizienter

Einen Trend zu mehr Stromeffizienz bei IT-Unternehmen stellt der Branchenverband Bitkom fest: 2011 seien für den Betrieb von Servern und Rechenzentren insgesamt 1,4 TWh eingespart worden, wobei der Verbrauch aber vor allem wegen der Wirtschaftskrise zurückgegangen sei.

Die Zahl der Server in Deutschland sei zwischen 2008 und 2001 um 7% auf 2,3 Mio gestiegen, der Strombedarf dagegen um 4% auf 9,7 TWh zurückgegangen, so der Verband. IT-Anlagen hätten damit einen Anteil von 1,8% am gesamten Stromverbrauch in Deutschland. Besonders der Stromverbrauch von Servern sei gesunken, so Bitkom.

Sie verbrauchten heute weniger Strom, wenn sie nicht voll ausgelastet sind. Auch die Klimatisierung der Rechenanlagen sei effizienter geworden. Die Kühlung und die unterbrechungsfreie Stromversorgung machen in einem durchschnittlichen Rechenzentrum rund 40% des Energiebedarfs aus.

 

21.05.2012

Strafzölle gegen chinesische Solarimporte

Man begrüße die vorläufige Entscheidung des US-Handelsministeriums, Antidumpingzölle zwischen 31,14 und 249,96% über importierte Solarprodukte aus China zu verhängen, als wichtigen Schritt zur Wiederherstellung fairen Wettbewerbs, so die Bonner SolarWorld AG.

Mit den Entscheidungen ist einer Petition der US-Tochtergesellschaft der SolarWorld gegen chinesische Exportsubventionen und Dumpingpreise vorläufig stattgegeben. Die Zölle gelten für Solarstrommodule auf Basis von kristallinen Siliziumzellen aus China. Das endgültige Urteil über die Antisubventions- und Antidumpingzölle wird für den 1. Oktober erwartet.

Das US-Handelsministerium prüft zwischenzeitlich weitere Subventions- und Dumpingtatbestände. SolarWorld betreibt neben seiner Produktion in Deutschland in Hillsboro in Oregon die größte Fertigungsstätte für Solarstromtechnologie in den USA und führt eine Gruppe von amerikanischen Herstellern an, die sich gegen unfairen Wettbewerb einsetzen.

 

21.05.2012

KfW fördert kommunale Versorgung

Zum 1. Juni startet die KfW das neue Förderprogramm "Kommunale Energieversorgung", über das kommunale Unternehmen sowie Kommunen zinsverbilligte Darlehen für Investitionen in die Energieeffizienz und den Ausbau dezentraler kommunaler Energieversorgung beantragen können.

Das neue Programm unterstützt kommunale Investoren insbesondere bei Investitionen in den Neubau oder die Aufrüstung von GuD-Kraftwerken, in eine flexiblere Stromerzeugung von gasbetriebenen KWK-Anlagen, in den Ausbau der Verteilnetze oder in die Installation intelligenter Informations-, Kommunikations- und Netzsteuerungstechnologien. Auch der Neu- und Ausbau von dezentralen Stromspeichern kann finanziert werden.

 

21.05.2012

Nabucco kürzer?

Nach Presseberichten plant das Gaspipeline-Projekt "Nabucco" nun offiziell die kürzere und günstigere Variante "Nabucco West". Die Entscheidung liege nun bei den Produzenten, hieß es. "Nabucco West" bringt das Erdgas von der türkisch-bulgarischen Grenze bis zum Knotenpunkt Baumgarten in Österreich.

In der Türkei würde sie an die "Tanap" anschließen, die Gas aus Aserbaidschan transportiert. Die längere Version von "Nabucco" soll die EU von russischem Gas unabhängiger machen und Gas aus Aserbaidschan über die Türkei und Südosteuropa nach Österreich liefern.

Die ungarische MOL war vor Kurzem aus dem Projekt ausgestiegen, an dem nun noch die österreichische OMV, RWE, Bayerngas, die türkische Botas, Bulgarian Energy und die rumänische Transgaz beteiligt sind.

 

18.05.2012

Röttgen tritt zurück

Bundesumweltminister Norbert Röttgen ist am Mittwoch von seinem Ministeramt zurückgetreten. Sie habe Bundespräsident Joachim Gauck am Vormittag gebeten, Röttgen von seiner Aufgabe zu entbinden, so Kanzlerin Angela Merkel.

Als Nachfolger schlug Merkel Peter Altmaier, den bisherigen Parlamentarischen Geschäftsführer der Union im Bundestag, vor. Sie sei sich sicher, dass er sich "mit voller Kraft" der neuen Aufgabe widmen werde.

 

18.05.2012

EEX: EUA am Terminmarkt

Im Rahmen der NER-300-Initiative der Europäischen Investitionsbank (EIB) startet die Leipziger European Energy Exchange (EEX) im Juni und Juli an je vier Tagen pro Woche Auktionen von EU-Emissionsberechtigungen (EUA) am Terminmarkt.

Dabei werden erstmals EU-Emissionsberechtigungen fur die dritte Handelsperiode an der EEX versteigert. Die Auktionen der EIB haben ein Volumen von 625.000 EUAs pro Termin, die im Mid-December Kontrakt des folgenden Jahres 2013 versteigert werden.

 

18.05.2012

Neue Stimme für Wingas

Ulrike Saße ist seit Anfang Mai neue Sprecherin der Kasseler Wingas. Sie wird sich künftig innerhalb der Wintershall-Gruppe maßgeblich um die verstärkte Positionierung von Erdgas kümmern. Die Diplom-Sozialwirtin war in den vergangenen Jahren Chefredakteurin des Wingas-Kundenmagazins.

 

16.05.2012

Beim Umzug sparen

Knapp 5 Mio Haushalte in Deutschland wechseln jedes Jahr ihren Wohnort und ziehen um. Bis dato mache jedoch nur etwa jeder Zehnte beim Umzug von der Marktvielfalt Gebrauch, 90% der Haushalte würden nach dem Wohnungswechsel vom ansässigen Grundversorger mit Strom beliefert, so das unabhängige Verbraucherportal toptarif.de.

Die gesetzlichen Basis-Tarife zählten jedoch oft zu den teuersten am Markt. Die Stromrechnung für Grundversorgungstarife für einen dreiköpfigen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh liege im bundesweiten Mittel derzeit bei rund 939 Euro, in den preiswertesten Tarifen der Lokalversorger seien nur 896 Euro fällig, hieß es.

Bei alternativen Angeboten könnten die Stromkosten im Schnitt um 140 Euro gesenkt werden. Würden zudem einmalige Boni im ersten Vertragsjahr berücksichtigt, steige das Sparpotenzial auf durchschnittlich 250 Euro jährlich.

 

16.05.2012

BMU schiebt Hybrid-Busse an

Das Bundesumweltministerium setzt die Förderung moderner Hybridbusse mit Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative fort. Hybridbusse seien nicht nur effizienter, sondern hielten auch sehr ambitionierte Umweltstandards für Luftschadstoffe und Lärm ein, so das BMU.

Insbesondere Innenstädte würden so entlastet. Das umfassende Begleitprogramm zur ersten Einführungsförderung, bei der insgesamt 50 Hybridbusse in zwölf Verkehrsbetrieben unterstützt wurden, habe gezeigt, dass die Busse mit hoher Zuverlässigkeit in den Verkehrsbetrieben eingesetzt werden könnten, so das BMU.

Verkehrsbetriebe des ÖPNV, die sich für eine Beantragung der Fördermittel interessieren, können ihre Projektskizze bis zum Ende Juli beim BMU einreichen. Mehr Infos gibt es unter www.bmu.de.

 

15.05.2012

EU: Partnerschaft für Wasser

Eine Innovationspartnerschaft für Wasser (EIP) soll innovative Lösungen für die Wasserbewirtschaftung voranbringen. Ziel ist es, Barrieren für Innovationen insbesondere in den Bereichen der Wasserbewirtschaftung in Städten, im ländlichen Raum sowie in der Industrie zu beseitigen.

Mit der Partnerschaft werden grenz- und sektorübergreifend alle maßgeblichen Akteure wie z. B. KMU, wassernutzende Forschungseinrichtungen, Kommunalverwaltungen, wassernutzende Industrien und der Finanzsektor zusammengebracht. Ihre Zusammenarbeit soll die Entwicklung und Nutzung innovativer Lösungen für Wasserprobleme beschleunigen.

Das EIP für Wasser wird versuchen, die Maßnahmen und Ergebnisse laufender EU-, nationaler und regionaler Maßnahmen untereinander abzustimmen. Anfang 2013 soll das EIP für Wasser seine Arbeit aufnehmen.

 

14.05.2012

IPCC mit Sonderbericht

Der Weltklimarat (IPCC) hat einen ausführlichen Sonderbericht zum Thema "Management des Risikos von Extremereignissen und Katastrophen zur Förderung der Anpassung an den Klimawandel" veröffentlicht. Daran waren 220 Wissenschaftler aus aller Welt beteiligt.

Die Intensität und Häufigkeit von Extremwetterereignissen hätten in den vergangenen Jahren zugenommen, dieser Trend werde sich in vielen Regionen der Erde sogar noch verstärken, heißt es in dem 594-seitigen Bericht.

Dieser gehe deutlich über die neuesten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse der Klima- und Wetterereignisse hinaus und thematisiere auch soziale und ökonomische Faktoren der Katastrophen- und Risikobewältigung sowie der nachhaltigen Entwicklung. Die offizielle Kurzversion in deutscher Sprache gibt es unter www.de-ipcc.de/_media/KernaussagenSREX.pdf.

 

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