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Bild: Solarroadways

Solar-Straßen

Photovoltaik unter den Füßen

Die Straße der Zukunft besteht nicht aus Asphalt, sondern aus Solarmodulen. Die sparen Ressourcen und erzeugen Energie. Ein Tüftlerehepaar sieht großes Potential für die neue Technologie.

Asphaltierte Straßen verschlucken Öl und Energie. Öl wird schon zur Herstellung des Asphalts benötigt und Fahrzeuge, die über die Straßen rollen, verbrennen zusätzlich Mengen an Kraftstoff. Unsere heutige Mobilität hat ihren Preis.

Fahren über Glas

Eines Tages sollen die Straßen und Wege, über die wir fahren, selbst Energie erzeugen, wenn es nach Julie und Scott Brusaw aus den USA geht. Sie wollen statt Asphalt Photovoltaik-Zellen aus Glas als Untergrund für die Fahrbahn nutzen. Die können Öl einsparen und selbst Energie liefern. Außerdem sollen sie Heizrohre enthalten, um so im Winter Schnee und Eis zu schmelzen. In die Fahrbahn eingelassene LEDs können die Spur markieren und Warnhinweise in Echtzeit anzeigen.

Video: Der Solar-Highway

(Auf Englisch)


Ein Solar-Parkplatz als Pilotprojekt

Das alles klingt nach Utopie, aber die Idee der Brusaws hat die staatlichen Stellen so sehr überzeugt, dass sie ein Pilotprojekt mit 750.000 Dollar finanzieren. Nun werkelt das Erfinderehepaar mit reichlich finanziellen Mitteln an der Fahrbahn der Zukunft für die Elektro-Mobilität von morgen. Natürlich liegt noch ein weiter Weg vor Ihnen, bis die erste Autobahn mit den Solarmodulen „gepflastert“ werden kann. Anfangen wollen sie deshalb mit Geh- und Radwegen. Zurzeit statten sie einen Parkplatz mit einer Photovoltaik-Bahn aus.

Damit die Glasschicht, auf der Autos sicher fahren sollen, genauso viel Halt gibt wie Asphalt, entwickelten die Brusaws ein Spezialglas. Es kommt nicht an den Wirkungsgrad herkömmlicher Solarmodule heran, aber am Ende macht’s die Menge: Allein in Deutschland sind fünf Prozent der Fläche für den Verkehr asphaltiert. Viel Platz für Solarmodule, die Energie liefern können.

Drei Schichten voll moderner Technik

Der Aufbau der Solarmodule erfolgt in Schichten. Oben befindet sich eine harte, raue Glasschicht mit der Photovoltaik, den LEDs und der eingebauten Heizung. Dann folgt eine zweite Schicht mit der Steuerung des hochkomplexen Systems. Sie vernetzt die Solarmodule untereinander und aktiviert die LEDs. Das Fundament als letzte Schicht sorgt dafür, dass der erzeugte Strom zu Haushalten und Ladestationen für Elektrofahrzeuge gelangt.

Durchstarten ins 21. Jahrhundert

Zwar würden Solarmodule statt Asphalt als Fahrbahn zunächst teure Investitionen bedeuten, aber die Erfinder sind sicher, dass sich die stromerzeugende Straße über die Jahre auszahlt und am Ende Gewinn abwirft. Auf jeden Fall würde sie eine neue Ära im Verkehrswesen bedeuten.

Scott Brusaw meint dazu in einem Kurzfilm zum Projekt: „Wir können nicht so weiter machen und Asphalt-Straßen bauen, wie wir es getan haben, seit das Highway-Netz in den 1950ern begonnen wurde. Es ist ein veraltetes System, das wir schon viel zu lange genutzt haben. Wir müssen uns weiterentwickeln, die fossilen Brennstoffe hinter uns lassen und ins 21. Jahrhundert durchstarten.“

Mehr zu den "Solarroadways auf der offiziellen Homepage.


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