Energie speichern

Riesen-Akkus für Öko-Strom

Je nach Laune der Natur erzeugen erneuerbare Energiequellen mal mehr, mal weniger Strom. Mit Hilfe großer Strom-Speicher wollen Forscher überschüssige Energie einsparen.

Bei manchen Wetterlagen erzeugen deutsche Ökokraftwerke besonders viel Energie aus Wind- und Sonnenkraft, an anderen Tagen kaum. Wird zu viel Öko-Strom erzeugt, droht dem deutschen Stromnetz der Kollaps wegen Überlastung. Dann müssen Netzbetreiber die umweltschonenden Stromerzeuger vom Netz nehmen. Dadurch ging allein im Jahr 2010 Strom im Wert von rund 50 Millionen Euro verloren. Um diese Verluste künftig zu vermeiden, wollen Forscher den ungenutzten Strom in speicherbare Energieformen umwandeln.

Energie speichern in Pumpspeicherkraftwerken

Pumpspeicherkraftwerke nutzen überschüssige Energie, um Wasser eine Steigung hinaufzubefördern. Wird Energie benötigt, lässt man das Wasser den Berg wieder hinunterfließen. In einem Wasserkraftwerk treibt es Turbinen zur Stromerzeugung an. Im Ruhrgebiet sollen Gefälle ehemaliger Bergwerksstollen die fehlenden Berge ersetzen. Darin eingelagertes Wasser könnte mit überschüssigem Strom an die Oberfläche gepumpt werden. Dem Prinzip eines Pumpkraftwerks folgend, würde das Wasser bei Bedarf wieder in die Stollen zurückfließen und Strom erzeugen.

Energie speichern in Druckluftspeicherkraftwerken

Anstelle von Wasser wird in Druckluftspeicherkraftwerken ganz gewöhnliche Luft mit 70 bar Druck in Salzstöcken gepresst. Steigt die Stromnachfrage, strömt die Luft aus den unterirdischen Kavernen je nach Bedarf zurück an die Oberfläche und treibt dabei einen Generator zur Stromerzeugung an.

Wie aus Windkraft Methan wird

Einen ganz anderen Denkansatz verfolgen Stuttgarter Forscher. Ihr Ziel: mit überschüssiger Energie Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff spalten. Das unter Zugabe von Kohlendioxid gewonnene Methan ließe sich problemlos ins Erdgasnetz einspeisen. Dort stünde es den Verbrauchern als Heiz- und Kraftstoff zur Verfügung.

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