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Top Ten

Earthship & Co: Die grünsten Innovationen 2015

Das Jahr 2015 steckte voller nachhaltiger Neuheiten. In unserem Jahresrückblick stellen wir noch einmal unsere zehn Lieblingsprojekte vor.

Innovative Ideen und Erfindungen wie das energieautarke Wohn-Ei, stromerzeugende Tattoos oder leuchtende Wände zeigen, wie wichtig Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und Energieeffizienz sind. Unsere Top Ten Liste gibt einen Ausblick, wie die Welt in Zukunft aussehen könnte.

Platz 10 – Energiewände

Hauchdünn, sparsam und flexibel: Organische Leuchtdioden können großflächig Licht erzeugen.

Neuartige organische Leuchtdioden (OLED) könnten unsere Raumbeleuchtung grundlegend verändern. Die neue Lichttechnik funktioniert ähnlich wie normale Leuchtdioden (LED), jedoch wird statt Halbleiterkreisen Kunststoff unter Strom gesetzt. Dadurch leuchten die OLEDs nicht punktförmig, sondern ganzflächig.

Jede beliebige Fläche in jeder Form lässt sich mit den neuen Leuchtdioden beschichten und so zu einer Lichtquelle machen. Wände, Zimmerdecken, Möbel, Vorhänge und Stoffe erstrahlen auf diese Weise in vollkommen neuem Licht.



Platz 9 - Revolutionäres Dachgeschoss

Der energieerzeugende Dachpavillion kann auf jeden beliebigen Bau mit passender Statik gesetzt werden.

Eine Gruppe von Architektur- und Kunststudenten aus Berlin, das Team Rooftop, hat ein Dachaufbau entwickelt, der seine Energie selbst produziert. Die Idee des neuen Öko-Dachs entstand im Rahmen des Solar-Decathlon, dem wichtigsten europäischen Nachwuchs-Wettbewerb für ökologisches Bauen. Das aus Holz und Glas bestehende Apartment gibt es schon: Es hat bewegliche Fassadenelemente, die mit Dünnschicht-Fotovoltaikzellen bestückt sind und sich automatisch zur Sonne richten. Im Sommer öffnen sich Schiebetüren, im Winter dämmen die Fassadenelemente. Die Anlage soll bis zu viermal soviel Energie produzieren wie sie verbraucht.



Platz 8 – Earthship

Das Wohnobjekt soll dabei helfen, den Naturschutz und die Landschaftspflege durch die Verbreitung ökologischer Bauweise zu fördern.

Earthships sind ökologische Häuser, die aus recycelten Materialien wie Autoreifen und Glasflaschen bestehen und als Passivhäuser möglichst unabhängig vom Strom-, Gas- und Wassernetz funktionieren sollen. Durch Solaranlagen und Regenwasserkollektoren beheizen sich die ungewöhnlichen Häuser selbst, liefern eigenes Wasser und produzieren Lebensmittel. In Baden-Württemberg bei Crailsheim befindet sich das erste Earthship Deutschlands . Mit 300.000 Euro ist der Bau allerdings nicht billig. Einen Großteil der Summe haben die 25 Architekten selbst aufgebracht, den Rest finanzieren sie mit Spenden von Gleichgesinnten.



Platz 7 – Kabelwesen

Bisher gibt es weltweit nur wenige Einzelstücke der Designermasten.

Seit 100 Jahren hat sich an der Form von Strommasten nicht viel verändert. Das soll jetzt anders werden: Architekten und Künstler entwerfen neue Designs für die klassischen Stahlgittermastkonstruktionen, die dann wie Achterbahnen, Segel, Steinschleudern oder sogar wie Rentiere aussehen könnten. Vier Mitglieder der Künstlergruppe „Inges Idee“ haben einen Masten der anderen Art entwickelt. Der erste Prototyp steht in Oberhausen und ist ein Freileitungsmast mit 35 Metern, den die Erfinder „Zauberlehrling“ nennen. Der Mast ist elegant und tanzt - ganz wie sein Name es andeutet - zwischen all den herkömmlichen Strommasten aus der Reihe.



Platz 6 – Neuer Wind

Die erste biomorphe Windturbine der Welt soll schon bald die Straßen von Paris schmücken.

Nicht nur Strommasten sollen schöner werden, auch andere Kraftwerke wie Windräder könnten in Zukunft richtige Designerstücke sein. Die Windbäume der französischen Firma NewWind sind die ersten biomorphen Windturbinen der Welt und sehen aus wie echte Bäume. Mit 72 kleinen Turbinen in Form von Blättern und einem Stamm aus Stahl in dem Kabel und Generatoren versteckt sind, kann der Baum fast geräuschlos winzige Luftstöße einfangen. Mit einer Leistung von 3,1 Kilowatt und durch seine Optik erhoffen sich die Erfinder eine größere Akzeptanz von Windkraftanlagen in urbanen Gebieten. Mehr als 40 der Windbäume sollen schon bald in ganz Frankreich in den Himmel ragen.


Hier kommen Sie zu den fünf genialsten Innovationen

Platz 5 - Das Wohn-Ei

Obwohl das Ei ab Frühjahr 2016 ausgeliefert werden soll, ist der Preis noch nicht bekannt.

Das acht Quadratmeter große Wohn-Ei namens Ecocapsule setzt neue Standards in Punkto Energieeffizienz. Es versorgt sich vollkommen autark mit Energie. Das Ei sammelt Regenwasser und Tau und filtert die Flüssigkeit zu Trinkwasser. Strom produziert das Ei aus eigenen Solarzellen. Reicht das nicht aus, kommt ein 750 Watt-Windrad zum Einsatz. Das Haus mit Schlafzimmer, Ess- und Arbeitsbereich, Bad und kleiner Küche ist damit völlig unabhängig vom Stromnetz und kann an den abenteuerlichsten Locations aufgestellt werden. Die 4,50 Meter lange und rund 2,50 Meter breite Wohnkapsel wiegt allerdings satte 1,5 Tonnen. Die Erfinder arbeiten deshalb an einer leichteren, rollbaren Campingversion.



Platz 4 – Schwitzen für Strom

Das innovative stromerzeugende Tattoo zum Aufkleben ist im Moment noch nicht marktreif. Aber die Wissenschaftler arbeiten daran.

Tattoos sind nicht einfach nur trendig, sie könnten neuerdings auch noch Energie erzeugen. Forscher der University of California in San Diego haben ein Aufklebetattoo erfunden, in dem winzige Sensoren integriert sind, die Enzyme enthalten. Diese entziehen Elektronen aus Laktat, das der Körper bei starker Belastung erzeugt. Größere Anstrengung führt damit zu höherer Wattzahl. Eine winzige Biobatterie speichert die erzeugte Energie. Praktisch zum Beispiel für Jogger: Sie erzeugen den Strom für ihren MP3-Player beim Laufen ganz einfach selbst. Und nebenbei kann das Tattoo auch noch die Trainingsergebnisse überwachen. 2016 soll es auf den Markt kommen.



Platz 3 – Ziegelstein fürs Klo

Umweltbegeisterte Forscher aus Kalifornien wollen durch „Drop-A-Brick" verschwenderische WCs in wahre Öko-Wunder verwandeln. Die Idee: Ein Ziegelstein aus Kautschuk wird in den Spülkasten gelegt und gibt ihm vor, er sei bereits randvoll. So spült das Klo mit deutlich weniger Wasser. Die Erfinder erhoffen sich eine Einsparung von rund 100 Milliarden Liter Trinkwasser in nur einem Jahr.



Platz 2 – Salatanbau im Untergrund

In den unterirdischen Tunneln stehen die Pflanzen in ausgeklügelten hydroponischen Regalsystemen und werden mit LEDs beleuchtet.

33 Meter unter den Straßen des britischen Clapham gedeihen verschiedene Salate und Kräuter. Das „Growing-Underground“ -Projekt zweier Londoner Unternehmer ist ein kleines grünes "Wunder". Durch die unterirdische Pflanzenfarm wird Gemüse direkt dort angebaut, wo die Ernte verbraucht wird. So werden Lieferwege zu Verkäufer und Endverbraucher kürzer und der Ausstoß von CO2 beim Transport der Lebensmittel verringert. Zudem wird durch das geschlossene System im Untergrund 70% weniger Wasser verbraucht als bei einem herkömmlichen Anbau. Die Erfinder von Growing Underground streben an, ihre Produktion völlig klimaneutral gestalten zu können.



Platz 1 – Plastikstraßen

Derzeit sind die Plastic Roads nur ein Konzept. Jedoch zeigt beispielsweise die Stadt Rotterdam bereits großes Interesse und will ein Testgelände zur Verfügung stellen.

Straßen mit Fahrbahnen aus Joghurtbechern und Radwegen aus Plastiktüten. Diese Vision hat das niederländische Bauunternehmen Volker Wessels. Bei dem Projekt „PlasticRoad“ soll Kunststoffmüll aus den Meeren gewischt und zu kastenförmigen Elementen verarbeitet werden. Ausgelegt ergeben diese eine richtige Straße. Nicht nur die Reinhaltung der Meere, auch andere Vorteile bringt die Innovation mit sich. Integrierte Sensoren sollen Vibrationen in elektrische Energie umwandeln, die Elemente Regenwasser ableiten und die Plastikstraßen ungefähr dreimal so lange halten wie heutige Straßen.


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