Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie diese Website benutzen, stimmen Sie der Nutzung von Cookies gemäß unseren Richtlinien zu. Mehr erfahren.X

Das Pumpspeicherkraftwerk Waldeck liegt bei Hemfurth in Hessen und erzeugt mit Hilfe von Turbinen Strom aus Wasserkraft.

Fallkraft erzeugt Strom

Wasserkraft noch lange kein Auslaufmodell

Energiegewinnung aus Wasserkraft hat eine lange Tradition. Wie aus Wasserkraft Strom erzeugt wird, erfahren Sie in unserer Zusammenfassung.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts dienten die ersten Wassermühlen zur Energiegewinnung. Daher war Energie aus Wasserkraft lange Zeit die bedeutendste regenerative Energiequelle. 2004 löste Wind die Wasserkraft als Nummer eins am Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung ab. Wasserkraft gilt als ausgereifte Technologie und ist weltweit nach der traditionellen Biomassenutzung die am meisten genutzte erneuerbare Energiequelle. Wasserkraft steht rund um die Uhr zur Verfügung und kann auch als Energiespeicher genutzt werden.

Im Jahr 2009 erzeugten Wasserkraftanlagen 19,0 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom. Das entspricht einem Anteil von 3,2 Prozent am gesamten deutschen Stromverbrauch. Allerdings nimmt die Bedeutung der Wasserkraft seit 2007 stetig ab. Bei einem Laufwasserkraftwerk wird ein Fluss gestaut und durch die Fallkraft der Wassermengen elektrischer Strom produziert. Ein Speicherkraftwerk speichert das Wasser über mehrere Stunden bis mehrere Monate in einem Sammelbecken, um bei Bedarf die gespeicherte Energie in Strom umzuwandeln.

Wichtigste Vorteile von Wasserkraft:

  • Wasserkraft an Flüssen ist stets verfügbar, unabhängig von Wetter, Saison und Tageszeit.
  • Die Energieproduktion durch Wasserkraft erreicht einen hohen Wirkungsgrad (bis zu 90 Prozent). Die Speicherfähigkeit der Energie ist relativ groß und ist daher für die Grundlastsicherung bei der Stromkraft geeignet.
  • Zur Energiegewinnung werden keine Rohstoffe und keine zusätzlichen Energiequellen benötigt. Es wird nur das Fallgewicht des Wassers genutzt.
  • Es entstehen kein CO2 oder sonstige Treibhausgase oder Schadstoffe.
  • Hochwasserschutz: Speicherkraftwerke halten Wasser in wasserreichen Zeiten zurück und können dosiert abgegeben werden.

Wichtigste Nachteile von Wasserkraft:

  • Es sind vergleichsweise hohe Investitionskosten nötig (1.000-5.000 Euro/kW installierter Leistung).
  • Zwischen günstigen Wasserkraftstandorten und Verbraucherzentren liegen häufig große Entfernungen.
  • Gigantische Staudammprojekte wie der Nasser-Staudamm in Ägypten oder der Dreischluchtendamm in China sind massive Eingriffe in die natürliche Landschaft und das Ökosystem. In Ägypten führte dies bereits zu schweren Problemen wie einer Bodenversalzung.
  • Für das Errichten von Stauseen großer Wasserkraftwerke ist häufig die Umsiedlung ganzer Ortschaften nötig.

Fazit: Alte Wasserkraftanlagen modernisieren

Potenziale bestehen in der Modernisierung von bestehenden Anlagen und der damit verbundenen Chance, höhere Leistungen zu erzielen, da die meisten Wasserkraftanlagen bereits vor 1960 erstellt wurden. Auch Anlagen, die bereits stillgelegt wurden, könnten reaktiviert werden. Diese können mit moderner Technik wieder in Betrieb genommen werden. Das bedeutet gleichzeitig mehr Schutz für Natur und Gewässer.

Rund 50 Prozent aller Wasserkraftanlagen weltweit basieren auf deutschem Know-how. Die Agentur für Erneuerbare Energie errechnet für das Jahr 2020 das Potenzial der Wasserkraft am deutschen Stromverbrauch auf 5,4 Prozent.


Bitte aktivieren Sie Java Script um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.