Energetische Sanierung

Vorfahrt für die energetische Sanierung

Die Regierung hat die Rechte von Vermietern gestärkt, die energetisch sanieren wollen - ein entsprechendes Gesetz hat den Bundesrat passiert. Das geht jedoch zu Lasten der Mieter.

Künftig müssen Mieter Baulärm, der durch eine energetische Gebäudesanierung entsteht, über sich ergehen lassen - erst nach drei Monaten dürfen sie die Miete mindern. Laut Gesetz erfasst diese Regelung alle Baumahmen, die das Ziel haben, den Energieverbrauch des Hauses zu senken. Der Gesetzgeber will mit der Neuregelung Hürden für Vermieter beseitigen und die energetischen Gebäudesanierung insgesamt vorantreiben.

Neuregelung gilt nicht für andere Modernisierungsmaßnahmen

Erst nach Ablauf der drei Monate dürfen Mieter ihre Mietzahlungen kürzen. Die Neuregelung ist jedoch nicht auf andere Modernisierungsmaßnahmen übertragbar, die oft mit der energetischen Sanierung einhergehen. Wird beispielsweise auch das Bad renoviert, dürfen die Bewohner ihre Miete weiterhin sofort kürzen. Dies bietet Raum für Streitigkeiten. Wer sich fragt, ob er seine Miete kürzen darf oder nicht, sollte einen Mieterverein zu Rate ziehen.

Bisher durften Mieter die energetische Sanierung stoppen, wenn sie einen unzumutbaren Härtefall durch Baulärm geltend machen konnten. Auch dieses Mieterrecht entfällt nach der Gesetzesnovelle.

Härtefall Mieterhöhung

Nach der Sanierung folgt häufig die Mieterhöhung. Bis zu elf Prozent der Modernisierungskosten darf der Vermieter laut Gesetz aufschlagen. Mieter können aber besondere finanzielle Härten geltend machen und so gegen die Mieterhöhung vorgehen. Dies muss innerhalb des ersten Monats nach Ankündigung der Modernisierung geschehen. Versäumt der Mieter diese Frist und wartet auf das Erhöhungsschreiben, ist es schon zu spät.


Bitte aktivieren Sie Java Script um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.