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Autobahn-Projekt

E-mobil auf der Überholspur

Das Verkehrsministerium hat auf der A9 acht Schnellladestationen installiert. Der Clou: Die nächsten vier Monate tanken Fahrer von Elektroautos für lau.

Seit letztem Mittwoch können Fahrer von Elektrofahrzeugen erstmals auf der A9 zwischen München und Leipzig fahren, ohne sich über fehlende Nachlademöglichkeiten Sorgen machen zu müssen. Zum Nachladen der Batterie auf der 430 Kilometer langen Strecke stehen ihnen Schnellladesäulen zur Verfügung, die ihr Fahrzeug in weniger als einer halben Stunde wieder fit für die nächste Etappe machen. Damit hat das vom Bundesverkehrsministerium im bayerisch-sächsischen Schaufenster Elektromobilität verbindet geförderte Forschungsprojekt einen seiner wichtigsten Meilensteine erreicht.

Starthilfe: Tanken für lau

"Was bisher oft als Utopie von unverbesserlichen Visionären abgetan wurde, soll jetzt Alltag werden: Elektromobilität auf der Langstrecke", kommentierte die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Dorothee Bär.

Die Ladesäulen stehen an den Standorten: Schweitenkirchen, Ingolstadt, Lauf, Himmelkron, Selbitz, Hermsdorf, Schkeuditz und Dessau an Rastplätzen oder bei Partnern direkt an der Autobahn. Alle Säulen sind mit dem kombinierten Steckersystem "Combined Charging System" (CCS) ausgestattet, das ab 2017 einziger europäischer Standard für schnelles Laden mit Gleichstrom sein wird. Für die ersten vier Wochen des Betriebs ist das Laden an den acht Ladesäulen kostenfrei.

E-Mobility für die Langstrecke?

Zum Laden werden an den Standorten während der Öffnungszeiten spezielle Ladekarten ausgegeben. Danach wird mit dem Handy per SMS oder über die europäische Roaming-Bezahlplattform Hubject abgerechnet. Ab Sommer 2014 werden die Fahrerinnen und Fahrer von Elektrofahrzeugen über die Hubject-Plattform mit nur einem Vertrag und einer Karte überall in Europa an Ladesäulen verschiedener Anbieter Strom "tanken" können.

Bär abschließend: "Das A 9-Projekt ist ein Vorzeigeprojekt. Hier werden die ersten DC-Schnellladesäulen zur Überbrückung der Langstrecke von München über Nürnberg bis nach Berlin aufgebaut. Ziel ist es, tragfähige Geschäftsmodelle für den Aufbau von Ladeinfrastruktur auf der Langstrecke zu erproben und zu entwickeln und die Akzeptanz der Kunden für den Einsatz von E-Autos auch für längere Strecken zu erhöhen."


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