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Ökostrom-Förderung

Neues EEG tritt in Kraft

Am 1. August 2014 ist die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Kraft getreten. Die Förderung von Ökostrom hat sich dadurch deutlich geändert.

Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist am 1. August 2014 in Kraft getreten. Hans-Joachim Reck, Geschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), begrüßte die Verbschiedung: "Die Bundesregierung ist den Prozess der EEG-Reform in einem beachtlichen Tempo angegangen. Es ist richtig und wichtig, dass trotz vieler Widerstände so schnell marktgerechte Lösungen gefunden werden konnten."

Insbesondere befürwortet der VKU die wettbewerbliche Elemente, wie etwa die Direktvermarktungspflicht und die Einführung eines Ausschreibungsmodells, die in der Novelle Eingang gefunden haben. "Diese Ansätze müssen konsequent umgesetzt und weiterentwickelt werden", so Reck.

Änderungen auf dem Solarmarkt

Besonders auf dem Solarmarkt sind nun einige Änderungen zu erwarten. Besitzer kleiner Photovoltaik-Dachanlagen bleiben von der neuen Abgabe auf den Eigenverbrauch allerdings verschont. Künftig gibt es außerdem wieder bis zu 100 Prozent der Einspeisevergütung für mittlere Anlagen. Auch die Marktprämie für größere Anlagen ist eine Neuerung zur vorherigen Gesetzesfassung. „Sorgfältig geplant lohnt sich die Solarstromerzeugung weiterhin“, betont Carsten Tschamber von der Branchenvereinigung Solar Cluster Baden-Württemberg. (Link: Mehr erfahren)

Besitzer von Neuanlagen, die ihren Solarstrom selbst verbrauchen möchten, müssen künftig für jede Kilowattstunde Eigenverbrauch einen Teil der EEG-Umlage von derzeit 6,24 Cent entrichten. Dieses Jahr sind es noch 30 Prozent, ab 2016 steigt der Anteil auf 35 Prozent, ab 2017 sind 40 Prozent der Umlage zu zahlen. „Private Hausbesitzer trifft diese Regelung meist jedoch nicht“, erklärt Tschamber. „Die Abgabe ist erst ab einer Anlagengröße von zehn Kilowatt installierter Leistung fällig, die Anlagen auf Eigenheimen sind in der Regel kleiner.“ Ein Großteil der PV-Anlagen auf deutschen Dächern ist zwischen zwei und acht Kilowatt installierter Leistung (kWp) groß, das entspricht 20 bis 60 Quadratmeter Dachfläche.

Solarförderung sinkt – je nach Anzahl der Neuinstallationen

Die Vergütung für in das Netz eingespeisten Strom aus kleineren Neuanlagen bis 10 kWp ist im August auf 12,75 Cent pro kWh gesunken und sinkt damit etwas weniger als bisher. Anlagen bis 500 kWp erhalten noch 11,09 Cent pro kWh. Die Einspeisevergütung für Strom von Freiflächenanlagen oder Dachanlagen auf Nichtwohngebäuden bis 500 kWp reduziert sich geringfügig. Für vor dem August in Betrieb genommene Anlagen gilt auch hier der Bestandsschutz.

Die Höhe der Vergütung ist für 20 Jahre garantiert, ab September installierte Anlagen starten mit einem etwas geringeren, degressiven Vergütungssatz. Er sinkt jeden Monat, je nach Anzahl der Neuinstallationen in den jeweiligen Vormonaten – man spricht vom „atmenden Deckel“. Bei einem Marktvolumen von 2,4 bis 2,6 Gigawatt (GW) pro Jahr, dem politisch gewünschten Zubaukorridor, beträgt die Degression beispielsweise 0,5 Prozent monatlich.


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