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Energiewende 2.0

Studie zeigt: Kohleausstieg möglich

Entgegen aktueller Verlautbarungen der Politik wäre eine Stillegung der deutschen Kohlekraftwerke ohne große Steigerungen des Strompreises möglich - das zeigt eine Studie des DIW.

Wenn alte Steinkohlekraftwerke mit drei Gigawatt und Braunkohlekraftwerke mit sechs Gigawatt vom Netz gehen, könne das den CO2-Ausstoß in Deutschland um bis zu 23 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren. Das belegt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung und der European Climate Foundation erstellt wurde.

EEG-Umlage sinkt

Das Ergebnis der Studie: Weil die Börsenstrompreise moderat steigen, würde sich bei einem Abschalten der Kraftwerke die Stromerzeugung der für die Energiewende wichtigen Gaskraftwerke wieder mehr rentieren. Zudem würde aufgrund des gestiegenen Großhandelspreises die EEG-Umlage sinken, so die Studie.

Offene Fragen gebe es laut der Wissenschaftler hinsichtlich der konkreten politischen Umsetzung, der rechtlichen Konsequenzen und der europäischen Wechselwirkungen einer forcierten Stilllegung von Kohlekraftwerken.

Weitere Anstrengungen

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, seien laut der Studie weitere Maßnahmen im Strombereich, wie eine Reform des europäischen Emissionshandels, ein verstärkter Ausbau erneuerbarer Energien und eine weitere Verbesserung der Energieeffizienz nötig. Auch in anderen Sektoren wie Verkehr, Industrie, Handel und privaten Haushalten seien Verbesserungen notwendig. Vor allem die Energieeffizienz im Gebäudebereich und im Verkehr müsse steigen.

Klimaexperten drängen zu Eile bei den Klimaschutzmaßnahmen. Laut eines UN-Berichts darf die gesamte Weltgemeinschaft nur noch eine Billion Tonnen Kohlendioxid ausstoßen. Dann steige die globale Temperatur im Vergleich zu der Zeit vor der Industrialisierung um mehr als zwei Grad. Allein die USA pusten jeden Monat eine Milliarde Tonnen CO2 in die Luft. "Es ist eine Art Budget, wie ein Haushaltsbudget", sagte der Unep-Wissenschaftler und Mit-Autor des Berichts, Joseph Alcamo.


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