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Trassen-Streit

Kompromiss in Sicht?

Im Streit um neue Stromtrassen hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel Bayern einen Kompromissvorschlag unterbreitet.

Seit Monaten blockieren Bürgerinitiativen und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer den Ausbau neuer Stromtrassen, die Windstrom von Norden nach Süden bringen sollen. Um eine Lösung voranzutreiben, kommt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel Bayern entgegen. Zumindest teilweise sollen teurere Erdkabel verlegt werden, auch wenn das die Kosten des Netzausbaus in die Höhe treiben wird.

An Südlink führt kein Weg vorbei

Im Hinblick auf die Stromleitung, die von Ostdeutschland nach Bayern führen soll, schlug Gabriel vor, die Verbindung auf der bereits bestehenden Trasse auszubauen. Zudem könnten auf den letzten Kilometern Erdkabel statt Überlandleitungen verlegt werden. Bei dem 800 Kilometer langem Südlink, einem Kernelement der Energiewende, besteht Gabriel allerdings darauf, dass sie bis nach Grafenrheinfeld nördlich von Würzburg führt.

Lenkt Bayern ein?

"Ich glaube, dass das ein sehr weitgehendes Angebot an die bayerische Staatskanzlei ist", sagte Gabriel. Zugleich warnte Gabriel, eine gemeinsame bundesweite Trassenplanung durch regionale Vorbehalte infrage zu stellen. Seehofer reagierte trotzdem zurückhaltend auf den Kompromissvorschlag. Der Ministerpräsident hatte sich hinter bayerische Bürgerinitiativen gestellt, die sich gegen vermeintliche "Monstertrassen wehren, die die Landschaft verschandeln würden".


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