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coal power station and night blue sky

Energiepolitik

Kohleausstieg schon 2040?

Bis spätestens 2045 will Deutschland aus der Kohleverstromung aussteigen und sich stattdessen mit Ökostrom versorgen.

Hendricks bezieht Stellung gegen den Braunkohletagebau. Bis 2040, spätestens bis 2045, werde der Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland abgeschlossen, verkündete die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in der "Zeit". Es sei wichtig, dass Deutschland bis Mitte des Jahrhunderts seinen Strom praktisch voll aus erneuerbaren Energien beziehe. Vor diesem Hintergrund sei es unwahrscheinlich, dass Pläne für neue Braunkohletagebaue noch umgesetzt werden. Investoren müssen laut Hendricks damit rechnen, dass das Umfeld für Braunkohle vor dem Hintergrund der G7-Beschlüsse mittel- bis kurzfristig nicht mehr so sicher sei.

Erst vor Kurzem hatte Hendricks die Kanzlerin Angela Merkel für ihr laxe Klimapolitik in Sachen Kohle kritisiert: "Man kann nicht in Elmau die klimaneutrale Weltwirtschaft verkünden und gleichzeitig so tun, als ob das alles für die Kohleregionen in unserem Land nicht gilt", kommentierte Hendricks die Ablehnung der Kohleabgabe in einem Gastbeitrag für die Welt.

Sauber bis zum Jahr 2100

Anfang Juni hatten sich die G7-Staaten in der Abschlusserklärung bei ihrem Gipfel in Elmau dafür ausgesprochen, dass es bis 2100 eine "Dekarbonisierung" der Weltwirtschaft geben müsse. "Dekarbonisierung" meint den Abschied von "schmutzigen" Energieträgern wie der Braunkohle. Ein Fonds für Klimaschutz in Entwicklungsländern, der von 2020 aus jährlich mit 100 Milliarden US-Dollar aus öffentlichen und privaten Mitteln gefüllt werden soll, wurde ebenfalls beschlossen. Alle G7-Länder wollen zur UN-Klimaschutzkonferenz im Dezember in Paris Verpflichtungen für eigene Klimabeiträge abgeben.

Die Zwischenschritte

Bis 2050 sollten die weltweiten Treibhausgas-Emissionen, verglichen mit 2010, um 40 bis 70 Prozent verringert werden. Deutschland hat sich darauf festgelegt, die Emissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu senken, bis 2030 um 55 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent.


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