Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie diese Website benutzen, stimmen Sie der Nutzung von Cookies gemäß unseren Richtlinien zu. Mehr erfahren.X

Energiewende

Viel Wind um nichts

Der Blackout steht bevor! Vor Kurzem warnten Experten noch vor einer drohenden Energieknappheit dank Energiewende. Aktuelle Zahlen beweisen das Gegenteil.

"Da gibt es nichts zu beschönigen. In Spitzenzeiten besteht die Gefahr regionaler Blackouts", kommentierte der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena), Stephan Kohler, die Energiewende. Doch Deutschland scheint weiter vom Blackout weiter entfernt zu sein als je zuvor. Trotz aller Schwarzmalerei gab es im ersten Halbjahr einen neuen Rekord bei der Energieproduktion. Die Bundesrepublik konnte sogar Strom exportieren. Einer Auswertung der Stromdaten durch das „Denk- und Politiklabor Agora Energiewende“ ergibt: Deutschland hat im ersten Halbjahr dieses Jahres 25 Terrawattstunden und damit rund acht Prozent des erzeugten Stroms ins Ausland geliefert. Zu den Hauptabnehmern gehören Frankreich und die Schweiz. Den Energieüberschuss verdanken wir nicht zuletzt den Erneuerbaren.

Energie in Zahlen

Laut dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) produzierten die Erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse im ersten Halbjahr 2015 um die 94,5 Terrawattstunden. Das sind 14 Prozent mehr als im ersten Halbjahr letzten Jahres. Damit erreichten die Erneuerbaren einen Anteil von 34 Prozent.

Gewinner Windenergie

Die Windenergie lag unglaubliche 39 Prozent über der Produktion vom ersten Halbjahr 2014. Sie landete dank einiger Orkane damit im ersten Halbjahr auf Platz zwei hinter der Braunkohle. Damit hat sie Steinkohle und Kernenergie überholt.

Plus-Minus-Null bei Biomasse und Wasserkraft

Die Energiegewinnung aus Biomasse war mit 23 Terrawattstunden ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Rund 1,3 Terrawattstunden mehr als im Vorjahreszeitraum produzierte die Wasserkraft, die bisher ungefähr auf dem Niveau von 2013 liegt.

Verlierer Solarenergie

Verlierer des ersten Halbjahres war die Solarenergie. Die Produktion von Photovoltaikanlagen verringerte sich um vier Prozent im Vergleich zu 2014 – allerdings kann sie dank des phänomenalen Sonnenscheins im zweiten Halbjahr sicher aufholen.


Bitte aktivieren Sie Java Script um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.