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Energiepolitik

Kohlekraftwerke gehen vom Netz

Die Einigung ist da! Am Sonntag beschloss die Bundesregierung mit Betreibern von Braunkohle-Kraftwerken die Abschaltung mehrerer Kraftwerksblöcke.

Es ist beschlossene Sache: Die Bundesregierung hat zusammen mit den Betreibern von Braunkohlekraftwerken die Abschaltung von sieben Kraftwerksblöcken festgelegt. Damit geht von 2016 bis 2019 eine Gesamtleistung von 2,7 Gigawatt vom Netz. Die Kraftwerke sollen nach ihrer Abschaltung allerdings für fünf Jahre Teil der sogenannten Sicherheitsbereitschaft bleiben. Sie wird bei einem drohenden Ausfall aktiviert. So sollen bis 2020 rund 12,5 Millionen Tonnen CO2 weniger in die Luft gepustet werden.

Was die Betreiber tun

Konkret stellt RWE in Frimmersdorf, Niederaußem und Neurath insgesamt fünf Kraftwerksblöcke mit je 300 Megawatt, also insgesamt 1.500 Megawatt in die Bereitschaft. Vattenfall legt im Kraftwerk Jänschwalde bis 2018 zwei Blöcke still, die Mibrag einen. Insgesamt werden damit 13 Prozent der deutschen Braunkohlenkapazitäten stillgelegt. Die Betreiber werden für ihren Ausfall entlohnt und erhalten über sieben Jahre zusammen 230 Millionen Euro pro Jahr, das sind zusammen 1,6 Milliarden Euro. Dies wiederum entspricht einem Anstieg der Netzentgelte um rund 0,05 Cent pro Kilowattstunde Strom.

Deutschland auf dem vorletzten Platz

Für einen solchen Schritt wird es höchste Zeit. Denn Deutschland ist in Sachen Kohle-Ausstieg auf einem der letzten Plätze. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Londoner Think Tanks E3G.Die Vereinigten Staaten sind unter den sieben führenden Industrienationen führend beim Ausstieg aus der Kohle. Frankreich kommt auf Platz zwei vor Großbritannien, Kanada und Italien. Deutschland landet auf dem vorletzten Platz, Japan plant den Zubau von Kohlekraftwerken mit einer Leistung von 27 Gigawatt plant und landet damit auf dem siebten und letzten Platz.


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