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Wärmemarkt

Erdgas ist die Nummer eins

Deutsche Bauherren setzen vermehrt auf Erdgas. Warum wird der Brennstoff immer beliebter?

Erdgas steht 2015 auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Bei den Wohnungsneubauten wurden 49,6 Prozent - also fast die Hälfte - der Neubauten mit einer Erdgasheizung ausgestattet. Auch im Bestand werden knapp 50 Prozent der 40,8 Millionen Wohnungen in Deutschland mit Erdgas beheizt. Dies verkündet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) auf Grundlage vorläufiger Zahlen.

So heizen die Deutschen

Konkret wurde im ersten Halbjahr 2015 der Bau von 119.311 neuen Wohnungen genehmigt. Davon sollen 49,6 Prozent mit Erdgas, 20,4 Prozent mit Wärmepumpen und 20 Prozent mit Fernwärme beheizt werden. Dahinter folgen Holz- und Pelletheizungen, Stromheizungen und Ölheizungen. Im Gebäudebestand werden 49,3 Prozent der Wohnungen mit Erdgas, 26,8 Prozent mit Heizöl und 13,5 Prozent mit Fernwärme beheizt. Der Rest nutzt Holz, Pellets, Biomasse, Kohle, Strom oder Elektro-Wärmepumpen.

Hoffnungstäger Erdgas

Anke Tuschek, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDEW betonte, dass "Erdgas bei den Kunden nicht nur ein gutes Preis- sondern auch ein gutes Umweltimage hat". Allerdings sieht sie bei der Energiewende und den CO2-Einsparzielen für den Wärmemarkt Ausbaupotenzial. "Die Systeme lassen sich mit Solarthermie oder Bio-Erdgas kombinieren. So ist es möglich, die Integration von Erneuerbaren Energien in den Wärmemarkt weiter voranzutreiben."

Der BDEW sieht außerdem Potenzial in den bis 2020 rund 15 Millionen veralteten Heizungsanlagen: Ein großer Teil dieser Heizungen ließe sich mit geringem Aufwand austauschen, da sie in Gebieten liegen, die bereits mit Erdgas oder Fernwärme versorgt werden. Damit könnten an die 2,5 Millionen Wohngebäude von Öl auf Erdgas umgestellt werden.


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