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Energieeffizienzstrategie

Sanieren fürs gute Klima

Kurz vor dem Pariser Klimagipfel will die Bundesregierung mit der „Energieeffizienzstrategie Gebäude“ ein Signal für mehr Klimaschutz setzen.

Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie entfallen 35 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland und ein Drittel der Treibhausgasemissionen auf den Gebäudebereich. Damit die Emissionen sinken, hat sich die Bunderegierung ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Bis 2050 soll der gesamte Gebäudebestand in Deutschland klimaneutral sein. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg, denn mehr als 19 Millionen Wohngebäude sind unsaniert oder nur teilsaniert. Deshalb hat die Bundesregierung bestehende und zukünftige Möglichkeiten für mehr Effizienz analysiert.

Zukunftsszenario

Die „Energieeffizienzstrategie Gebäude“ stellt mit Hilfe unterschiedlicher Szenarien dar, wie die energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung Realität werden können. Sie zeigt, wie sich das Effizienzziel mit einer Kombination aus Energieeinsparung und dem Einsatz erneuerbarer Energien erreichen lässt und welche bestehenden und zukünftigen Angebote es für Sanierungswillige schon gibt. Wer zum Beispiel energieeffizient baut, kann von der KfW-Förderung profitieren. Energieberater werden ihr Angebot ausweiten, es soll individuelle Sanierungsfahrpläne geben und durch das verbesserte "Marktanreizprogramm Erneuerbare Energien“ (MAP) bekommen Haus- und Wohnungseigentümer mehr Unterstützung bei der Umstellung der Wärmeerzeugung auf Solar, Biomasse und Erdwärme.

„Es ist gut, dass wir mit der Strategie nun langfristig angelegte Leitplanken haben, die zeigen, wie die Energiewende im Wärmesektor gelingen kann. Das ist eine wichtige Grundlage für eine konsequente Energieeffizienzpolitik“, lobt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Auf Lob folgt Kritik

Harsche Kritik an den Plänen kommt von der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Christoph von Speßhardt, hält die Maßnahmen für bei weitem nicht ausreichen „Die vorgelegte Energieeffizienzstrategie Gebäude bedeutet leider weiter Leerlauf für den Klimaschutz. Obwohl der Klimaschutzbeitrag des Gebäudesektors für das Zwei-Grad-Ziel als unverzichtbar anerkannt ist, gibt Deutschland kurz vor dem Klimagipfel seine Vorreiterrolle auf, während Länder wie Frankreich längst ernst machen mit ambitionierten Zielen und Instrumenten. In Deutschland wurde bereits 2010 ein nationaler Sanierungsfahrplan angekündigt, der jedoch bis heute keine konkrete Gestalt angenommen hat.“

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