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Energiewende

Wie der Abschied von der Kohle gelingt

Es gibt konkrete Pläne zum Kohleausstieg. Fachleute stellen ein neues Konzept für die Dekarbonisierung Deutschlands bis 2040 vor.

Agora Energiewende hat ein Eckpunktepapier zum Ausstieg aus der Kohleverstromung vorgelegt. So will der Think Tank einen Prozess anstoßen, der – ähnlich wie beim Atomausstieg – Grundlage für ein Gesetz zum Kohleausstieg wird.

Damit Deutschland seine Klimaschutzziele einhalten kann und die Sicherheit der Stromversorgung erhalten bleibt, schlägt Agora Energiewende vor, die Kohlekraftwerke in Schritten von bis zu drei Gigawatt Leistung pro Jahr stillzulegen. Das entspricht ungefähr vier großen Kraftwerken. 2018 soll der Startschuss fallen und spätesten 2040 soll das letzte Kraftwerk vom Netz gehen.

250 Millionen Strukturhilfe

Um die Belastungen der Braunkohleregionen abzufedern, gehören zu dem Kohlekonsens auch strukturpolitische Maßnahmen. Die Braunkohlereviere sollen 250 Millionen Euro im Jahr aus dem Bundeshaushalt bekommen.

Außerdem soll es einen Fonds geben, der die Kosten der Rekultivierung der Braunkohletagebaue nach dem Ende der Braunkohleförderung finanziert. Anstelle der bisherigen Rückstellung der Tagebaubetreiber soll eine Abgabe von etwa 2,50 Euro pro Megawattstunde Braunkohlestrom in den Fonds wandern.

Runder Tisch zum Kohlekonsens

"Die Energiewirtschaft hat ein Recht auf Planungssicherheit und Verlässlichkeit. Wenn die Politik aber beim Thema 'Dekarbonisierung des Stromsystems' weiter den Kopf in den Sand steckt, dann schafft das die größtmögliche Verunsicherung für alle Beteiligten", so Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. "Wir schlagen der Bundesregierung vor, zeitnah einen 'Runden Tisch Nationaler Kohlekonsens' einzuberufen", so Graichen. Dabei soll es eine offene Diskussion unter allen Beteiligten geben.

Die Reaktionen aus der Politik sind gemischt. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hält einen gleichzeitigen Ausstieg aus Atom- und Kohlestrom für unrealistisch. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will Regierungsinformationen zufolge die Studie mit Landesregierungen und Energieversorgern diskutieren und einen Plan vorlegen, der zeigt wie für ein klimafreundliches Deutschland bis 2050 aussehen kann.

Mehr zu den elf Eckpunkten von Agora Energiewende unter http://www.agora-energiewende.de


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