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Versorgungssicherheit

Rekord bei Redispatch-Kosten

Erneuerbare Energien werden immer rentabler, nur der Stromnetzausbau kommt nicht hinterher.

Auf der Energiefachmesse E-World treffen sich jedes Jahr die wichtigsten Vertreter der Energiebranche. Dieses Jahr stand — wie schon so oft — die Versorgungssicherheit im Fokus. Zu diesem Anlass betonte Johannes Kempmann, der Präsident des Bundesverbands für Energie und Wasserwirtschaft (BDEW), dass die Ausgaben für Redispatch enorm gestiegen seien. Und in der Tat war es vergangenes Jahr eine Milliarde Euro, die Eingriffe von Netzbetreibern gekostet haben.

Kosten enorm gestiegen

Beim Netzbetreiber Tennet fielen rund 700 Millionen Euro an. 225 Millionen Euro waren Kosten für das Hoch- und Herunterfahren von Kraftwerken. Im Vorjahr waren es nur 74 Millionen Euro. 152 Millionen hat der Abruf von Notreserven und 329 Millionen das Abschalten von Windkraftanlagen gekostet. Der zweite große Netzbetreiber 50 Hertz meldete von rund 300 Millionen Euro. Absehbar wird sich daran nichts ändern, weil die großen Stromtrassen "Suedlink" und "Südost" von Nord- nach Süddeutschland erst in einigen Jahren fertig sein werden. Der Tennet Geschäftsführer Urban Keussen geht davon aus, dass die Zahl der Eingriffe und damit die Kosten schnell weiter steigen werden.

Was ist Redispatch?

„Redispatch“ sind Eingriffe in die Erzeugungsleistung von Kraftwerken, um Leitungsabschnitte vor einer Überlastung zu schützen. Droht an einer bestimmten Stelle im Netz ein Engpass, müssen einige Kraftwerke ihre Einspeisung drosseln und andere Anlagen ihre Einspeiseleistung erhöhen. So wird dem Engpass entgegenwirkt. Die Kosten für den Ausgleich machen ein Fünftel des Strompreises aus.

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