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Umwelt

Spitzenreiter beim Plastikmüll

Nahrungsmittelverpackungen, Smartphones, Kleidung – Plastik ist überall. Und aktuelle Zahlen belegen: Die Deutschen verbrauchen in Europa am meisten davon.

Während Konflikte und Krisen die Nachrichtenlage beherrschen, schafft es ein anderes Problem kaum in die Medien: Das Plastik. Es treibt durch die Meere und setzt sich in unseren Körper fest. Wir schmieren es uns buchstäblich aufs Frühstücksbrot. Denn selbst Honig ist mit Mikroplastik belastet. Die neuesten Zahlen des Kunststoffverbands PlasticsEurope belegen: Deutschland ist Spitzenreiter im Plastikverbrauch.

Die lange Geschichte des Plastiks

In den 50er Jahren begann die Erfolgsgeschichte der Kunststoffe. Heute werden laut dem europäischen Kunststoffverband PlasticsEurope in Europa 47,8 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr verbraucht. Das ist vergleichbar mit dem Gewicht von drei Millionen LKWs. Und wer verbraucht am meisten? Die Deutschen. Auf sie gehen laut PlasticsEurope 24,9 Prozent des gesamten Plastikmülls in Europa. An Stelle zwei folgt Italien mit 14,3 Prozent, gefolgt von Frankreich mit 9,6 Prozent. Kein Wunder, dass Plastik so belieb ist, Schließlich bringt es große Vorteile mit sich. Es ist leicht formbar, wiegt wenig und ist robust, es schimmelt nicht und hat eine lange Lebensdauer. Aber gerade wegen seiner Langlebigkeit ist das Material in die Kritik geraten. Plastik überlebt seine Benutzer um Jahrzehnte, oft sogar um Jahrhunderte. Eine gewöhnliche Plastikwindel braucht 200 Jahre bis sie sich zersetzt. Manche Plastikarten halten sogar bis zu 450 Jahren.

Gesundheitsrisiko Plastik

Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) belegen, dass die Weichmacher im Plastik schlecht für die Gesundheit sind. Bisphenol A ist dem weiblichen Hormon Östrogen ähnlich und kann zu Veränderungen des Hormonhaushalts führen sowie unfruchtbar machen. Es wird für Krebs und Herzkrankheiten verantwortlich gemacht. Laut Karin Michels, Epidemiologin am Institut für Prävention und Tumorbiologie an der Universität Freiburg, kann man ihm nicht entrinnen: „95 bis 98 Prozent der Menschen haben wenigstens Spuren von Bisphenol A im Urin.“ Das ist kein Wunder sagt sie, denn alles was, in Dosen oder Plastik steckt, enthält Spuren des Mittels. Sogar Olivenöl, das mit einem Plastikschlauch abgefüllt wurde, ist belastet. Doch im Alltag lässt sich der Plastikmüll zumindest reduzieren. Verpackungsfreie Supermärkte machen es vor.


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