Frühjahrskur für Ihre Möbel
Wer beim Frühjahrsputz auch die Holzmöbel auffrischen will, kann für Spezialpolituren viel Geld ausgeben. Doch es gibt Alternativen.
Polstermöbel sind in Sachen Frühjahrsputz unproblematisch. Um Sofa und Sessel zu entstauben, nehmen Sie den Staubsauger und verwenden dabei den weichen Aufsatz. Sind Flecken zu beseitigen, kann man eine lauwarme Lösung mit etwas Feinwaschmittel oder eine milde Seifenlauge aus Gallseife und wenig Wasser benützen. Für Leder gibt es spezielle Bürsten.
Kein Wasser an unbehandeltes Holz
Bei Holzmöbeln ist die Pflege nicht ganz so einfach. Abstauben kann man lackierte oder gewachste Holzmöbel mit einem leicht angefeuchteten, weichen Tuch. Unbehandeltes Holz sollte dagegen nicht feucht gewischt werden. Auch alte Möbel sind in der Regel sehr empfindlich gegen Wasser. Hier helfen natürliche Wachse, die eine schmutzabweisende Schutzschicht bilden.
Eine gute Politur ist speziell auf bestimmte Holztöne abgestimmt und enthält entsprechende Farbstoffe. Ihr Einsatz ist nur sinnvoll, wenn es gilt, Kratzer oder Flecken zu verdecken. Denn Möbelpolituren enthalten einen hohen Anteil an Lösungsmitteln, Wachsen, Kunstharzen und Silikonölen, die der Umwelt schaden und auch der Gesundheit abträglich sind.
Mit natürlichen Mitteln zu neuem Glanz
Verleihen Sie Ihren Möbeln doch einmal mit natürlichen Mitteln neuen Glanz: Als Politur für Schränke und Tische aus hellem Holz eignet sich eine Mischung aus Essig, Speiseöl und einem Teelöffel aufgelöstem Salz. Dunkles Holz wird so wieder schön: Sie mischen Rotwein mit Öl und schlagen die Flüssigkeit schaumig. Auf das Holz auftragen und anschließend mit einem Lappen aus Wolle polieren.
Da strahlt der Backofen
Mit ein wenig Know-how bleibt Ihr Backofen immer sauber. Ätzende und gesundheitsgefährdende Reiniger sind dabei überflüssig.
Vorbeugen spart Arbeit: Benutzen Sie im Backofen immer ausreichend große Bleche und Formen, damit nichts überläuft. Wenn es doch passiert, wischt man den Ofen am besten nach dem Gebrauch aus – wenn er nicht mehr heiß, aber noch warm ist. Dann lassen sich Bratenspritzer und Co. leicht mit einem Küchenkrepp und ein wenig Spülmittel entfernen. Ist der Schmutz nach mehrfachem Benutzen des Ofens erst einmal eingebrannt, wird das Putzen mühsamer.
Handschuhe bei aggressiven Reinigern
Backofenreiniger lösen Fett mit aggressiven Tensiden. Deshalb tragen die meisten den Warnhinweis „ätzend“. Man sollte sie also nur mit Handschuhen benützen und gut lüften, damit man die unangenehmen Dämpfe nicht einatmet. Nachreinigen muss man allerdings trotzdem: Wer den Ofen hinterher nicht gründlich feucht auswischt, verteilt mit dem Reiniger nur das Fett im Ofen. Backofenreiniger erleichtern das Putzen nicht unbedingt und belasten zudem die Umwelt.
Verwenden Sie statt dessen Spülmittel oder Soda – das ist billiger, umweltfreundlicher und ebenfalls wirkungsvoll. Ist der Ofen nur leicht verschmutzt, genügt es, ihn mit einer Spülmittellösung auszuwischen. Haben Sie es mit einem zähen Fettfilm oder starken Verkrustungen zu tun, hilft eine Sodalösung: Zwei Esslöffel Soda in einem Liter Wasser auflösen und den Schmutz damit über Nacht einweichen. Die Alternative zum Einweichen: Die Sodalösung im Bodenblech mit Unterhitze auf etwa 50 Grad erhitzen und eine halbe Stunde einwirken lassen. So löst man das Fett von den Flächen. Anschließend den Ofen mit einem nicht zu rauen Reinigungspad putzen.
Bequem: selbstreinigende Herde
Backen Sie gerne und oft? Dann lohnt es sich, einen Herd mit Selbstreinigung zu kaufen. Er erhitzt die Bratröhre sehr stark und verschwelt so die Speisereste. Anschließend muss man nur noch mit einem feuchten Tuch nachwischen. Allerdings geht das nicht umsonst, für diesen Vorgang benötigen moderne Geräte drei bis vier Kilowattstunden Strom.
Umweltbewusst putzen
Wer mit natürlichen Mitteln putzt, handelt umweltfreundlich und muss in Sachen Sauberkeit keine Abstriche machen.
Waschaktive Substanzen nennt man Tenside. Sie sind in Wasch-, Spül- und Reinigungsmitteln enthalten, sowohl in herkömmlichen Chemieprodukten als auch in ökologischen Reinigern. Die Hersteller konventioneller Reiniger gewinnen Tenside meist im Chemielabor aus Erdöl. Schon ihre Produktion belastet die Umwelt. Produzenten ökologischer Reiniger gewinnen Tenside entweder aus pflanzlichen Rohstoffen wie Kokosöl oder Maisstärke. Oder sie nutzen direkt in der Natur vorkommende Tenside – zum Beispiel in der Waschnuss.
Auch natürliche Wirkstoffe reinigen gründlich
Darüber hinaus finden sich in Öko-Reinigern keine gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe wie Phosphate, Enzyme, Duftstoffe oder chemische Konservierungsmittel. Sie sind daher nicht nur umweltverträglicher, sondern bekommen auch der Gesundheit besser. Öko-Reiniger sind auch für Allergiker besser geeignet. Dabei muss man keine Kompromisse im Punkt Sauberkeit machen. Denn natürliche Wirkstoffe wie pflanzliche Öle reinigen zuverlässig und pflegen Oberflächen optimal, ohne sie übermäßig zu beanspruchen.
Rundum nützlich: Allzweckreiniger
Achtet man genau auf die Inhaltsstoffe und geht sparsam mit ihnen um, liegt man beim Putzen mit einem Allzweckreiniger immer richtig.
Hier ist der Name Programm: Allzweckreiniger eignen sich für fast alle Reinigungsarbeiten im Haushalt. Von ganz hartnäckigem Schutz abgesehen, wird mit dem „Allrounder“ alles sauber. Allzweckreiniger sind aufgebaut auf saurer, neutraler oder alkalischer Basis. Säure hilft gegen Kalk, die alkalische Lauge gegen Fett.
Diese Wirkstoffe sind tabu
Achten Sie beim Kauf auf die Angaben zu den Inhaltsstoffen - das sollten Allzweckreiniger auf keinen Fall enthalten: Formaldehyd, Lösungsmittel, Chloride, Glykolether oder Salmiak. Diese Substanzen schaden der Umwelt und gefährden Ihre Gesundheit. Setzen Sie Reiniger mit möglichst wenig Konservierungsmitteln, Farb- und Duftstoffen ein: Diese Inhaltsstoffe tragen zum Reinigungseffekt nichts bei und können Allergien auslösen. Weitere Informationen dazu bietet in der Zeitschrift „Öko-Test“. Der Testbericht vom März 2004 findet sich auch im Internet unter: www.oeko-test.de
Weniger ist genug
Auch milde Allzweckreiniger belasten die Umwelt und sollten sparsam verwendet werden. Beachten Sie die Dosierhinweise der Hersteller. Das spart Geld und optimiert zudem das Ergebnis. Denn richtig dosiert, reinigen Putzmittel besser und hinterlassen auf den Flächen weniger Streifen und keinen Schmierfilm. Faustregel: Ein kleiner Spritzer ins Putzwasser genügt!









