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Als Alternative zu Öl oder Gas setzt sich immer häufiger Holz in Form von Holzpellets als Brennstoff für Hausheizungen durch.

Heizen mit Pellets

Pellets: Pro und Contra

Heizen mit Pellets liegt im Trend und gilt als wichtiger Eckpfeiler der Energiewende. Doch Pelletheizungen haben nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile.

Pellets aus Holz
Pellets: gepresste Holzspäne

Pellets bestehen zwar aus gepressten Holzspänen. Mit einem romantischen Kaminfeuer hat diese Art des Heizens allerdings nichts zu tun: Moderne Pelletkessel sind komfortable, voll automatisierte Heizsysteme, vergleichbar mit einer Öl- oder Gasheizung.

Statt eines Öl-Tankwagens liefert ein Silolaster den Brennstoff ins Haus. So genannte „Förderschnecken“ transportieren die Presslinge aus einem integrierten Vorratsbehälter zum Kessel. Sobald ein Thermostat meldet, dass Nachschub gebraucht wird, läuft die Schnecke. Im Brennraum des Kessels entzündet sich die Glut selbstständig. Die Luftzufuhr steuert ein elektronisches Gebläse.

Pro: Pellets als preiswerter Brennstoff

Ein durchschnittlich gedämmtes Einfamilienhaus durchschnittlicher Größe verbraucht im Winter eineinhalb bis zwei Tonnen Holzpellets. Die Pellet-Preise unterscheiden sich je nach Region. In Bayern kostet eine Tonne Pellets derzeit 234,70 Euro (Stand: Ende Oktober 2012).

Ein Kilo Holzpellets enthält so viel Heizenergie wie ein halber Liter Heizöl, kostet aber weit weniger. Eine Kilowattstunde (kWh) Heizenergie erzeugen Pellets für rund 5 Cent - Tendenz steigend. Seit einigen Monaten gehen die Pellet-Preis nach oben.

Wer sich für Pellets entscheidet, sollte genug Platz für die Lagerung der Presslinge haben. Die Menge, die in den integrierten Vorratsbehälter passt, reicht nur für einige Tage. Dann muss der Hauseigentümer nachfüllen. „Ganz von allein“ geht das Heizen also doch nicht: Auch Asche müssen die Bewohner gelegentlich von Hand entsorgen.

Contra: Hohe Anschaffungskosten für Pelletheizung

Ein großer Pelletkessel, der zentral ein ganzes Haus beheizen kann, kostet zwischen 10.000 und 13.000 Euro. Dazu kommen die Installationskosten. Bei manchen Herstellern sind die Heizsteuerung und das Fördersystem nicht im Preis enthalten und kosten extra. Falls der Heizkessel auch Wasser erwärmen soll, ist zusätzlich ein Pufferspeicher nötig.

Der hohe Anschaffungspreis einer Pelletheizung lässt sich durch Fördergelder senken. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vergibt Zuschüsse für Pelletheizungen, allerdings nicht für Neubauten.

Pro: Pellets so gut wie klimaneutral

Holz ist ein nachwachsender Brennstoff und die Klimabilanz dieses Heizungstyps „Spitze“. Mit Pellets heizt der Hauseigentümer – bei einem CO2-Ausstoß von 37 Gramm pro Kilowattstunde so gut wie klimaneutral. Ihre Verbrennung setzt in etwa die gleiche Menge Kohlendioxid frei, die der Baum beim Wachsen der Atmosphäre entzogen hat.

Contra: Feinstaub

Früher waren die Feinstaub-Emissionen eine Schwachstelle der Pelletheizung. Einige Hersteller haben den Ausstoß durch gute Filter gesenkt. Er liegt zwar immer noch höher als bei einem Gas-Brennwertkessel. Doch qualitativ hochwertige Pelletkessel erreichen inzwischen auch in diesem Punkt gute Werte auf. Allerdings nur dann, wenn ebenso hochwertige Pellets zum Einsatz kommen, die nicht „bröseln“. Dafür garantiert zum Beispiel das Gütezeichen Enplus A1 des privaten „Deutschen Pelletinstituts“.

Pellets: Pro-Contra-Tabelle

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Preisgünstiger Brennstoff Hoher Anschaffungspreis für das Heizsystem
Hoher Komfort durch moderne Regelungstechnik Der Brennstoff braucht Lagerplatz.
Optimale Klimabilanz: CO2-Ausstoß fast bei Null Pelletkessel nutzen die Heizenergie weniger effizient als moderne Öl- oder Gas-Brennwertkessel.
Versorgungssicherheit: Wer mit Pellets heizt, kann Ölkrisen und steigende Öl- und Gaspreise ignorieren. Holz wächst immer nach. Bei Kesseln durchschnittlicher Qualität ist der Feinstaubausstoß immer noch relativ hoch.

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