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Brennstoffzellenheizungen

Wasserstoff als Energieträger

Sie sind neu und könnten für eine Revolution im Heizungskeller sorgen: Die ersten Brennstoffzellen-Heizungen bewähren sich bereits.

Noch gibt es nur einige wenige Brennstoffzellenheizungen in deutschen Ein- und Zweifamilienhäusern. Geht es nach den Herstellern, soll sich das aber möglichst schnell ändern. Die Technik jedenfalls hat das Zeug, eine Revolution im Heizungskeller auszulösen. Das beweisen die Heizsysteme bereits seit vielen Jahren in großen Feldversuchen. So läuft seit 2008 ein deutschlandweiter Praxistest mit Namen „Callux“. Er brachte Erkenntnisse, wie sich die Geräte im Normalbetrieb bewähren, welche Kinderkrankheiten sie haben und wie sich diese abstellen lassen. Die Bundesregierung fördert den Test im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP).

Kraft-Wärme-Kopplung

Die innovativen Heizanlagen bestehen aus Brennstoffzelle und Erdgas-Brennwertkessel. Das Besondere an dem mit Wasserstoff betriebenen System: Anders als bei der Öl-, Erdgas- oder Pelletheizung findet in ihm keine herkömmliche Verbrennung statt. Die Brennstoffzellenheizung ist ein Energiewandler. Die Energie zur Strom- und Wärmeproduktion wird mit Erdgas in chemisch gebundener Form zugeführt. Ein Reformer wandelt das Erdgas zu Kohlendioxid und Wasserstoff um, der in der Brennstoffzelle mit Luftsauerstoff bei einer geräuschlos ablaufenden sogenannten „kalten Verbrennung“ zu reinem Wasser reagiert. Bei diesem chemischen Prozess erzeugt die Brennstoffzelle Gleichstrom und Wärme.

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Brennstoffzellenheizungen verwandeln bis zu 60 Prozent der im Erdgas enthaltenen Energie in Strom. Beim ersten Seriengerät, das die Firma Viessmann entwickelte, sind das immerhin 15 Kilowattstunden pro Tag. Konkret bedeutet das: Eine Brennstoffzellenheizung mit 1 Kilowatt Gesamtleistung reicht aus, den Grundbedarf eines Durchschnittshaushalts an Strom und den Großteil des Wärmebedarfs eines gut gedämmten Neubaus abzudecken. Nur wenn es im Winter einmal richtig frostig wird, schaltet sich das Erdgas-Brennwertgerät automatisch zu. Brennstoffzellenheizungen senken im Vergleich zu aktueller Technik die Energiekosten um etwa 25 Prozent und die Klimagas-Emissionen um bis zu 50 Prozent. Dazu kommt, dass die Anlagen für die Energiewende wichtig sind: Sie lassen sich zur Netzstabilisierung und als Stromlieferant zuschalten, wenn die regenerativen Energiequellen wie Wind und Sonne nicht genug Strom zur Verfügung stellen.

Knackpunkt ist der Preis

Nachteil der innovativen Heiztechnik ist bisher noch ihr Preis: Die wenigen Modelle, die auf dem Markt sind, kosten ab 19 500 Euro, ohne Montage. Kommen in Zukunft noch viele weitere Brennstoffzellen­heizungen auf den Markt – so hoffen die Hersteller – werden die Preise schnell auf ein konkurrenzfähiges Niveau sinken.


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