Starke Technik, leises Brummen
Kühl- und Gefriergeräte arbeiten im Dauereinsatz. Wer bei einer Neuanschaffung auf Energieeffizienz setzt, spart langfristig Strom und Geld.
Und abends endlich ein kaltes Bier! Kein Zweifel, ohne Kühlschrank wäre der Alltag nicht lebenswert. Lebensmittel bleiben darin lange kühl und frisch. Kühlgeräte sind durchschnittlich 14 Jahre im Einsatz, Gefriergeräte sogar 17 Jahre in Betrieb. Eine Neuanschaffung rechnet sich aber schon viel früher: Die sparsamsten Geräte verbrauchen heute nur noch halb so viel Strom wie vor zehn Jahren. Denn bei allen Geräten kommen neben dem einmaligen Anschaffungspreis laufende Stromkosten dazu.
Informationen auf dem EU-Label
Seit 1998 ist der Energieverbrauch auf Kühlgeräten mit dem EU-Label gekennzeichnet. Es informiert über die Energieeffizienz von Elektrogeräten: von A (besonders sparsam) bis G (sehr hoher Energieverbrauch). Weil viele der Geräte die beste Energieeffizienzklasse A übertreffen, wurden hier zusätzlich die Kategorien A+ und A++ eingeführt. So verbraucht ein Gerät mit der Note A+ rund ein Viertel und eines mit A++ etwa 45 Prozent weniger Energie als ein A-Gerät.
Die Energieeffizienzklassen ändern sich
Jetzt hat die EU eine Änderung beschlossen. Das EU-Label teilt auch weiterhin die Geräte in unterschiedliche Energieeffizienzklassen ein, die bestimmten Farbbalken zugeordnet sind: Grün steht für besonders geringen Energieverbrauch, rot für energiefressende Geräte. Neu ab Juli 2010 sind die geänderten Verbrauchsgrenzen. Damit fallen die wenig aussagekräftigen A+- und A++-Klassifizierungen weg. Stattdessen wird es für Kühlgeräte die neuen Kennzeichnungen A -20%, A -40%, A -60% und A -80% geben. Sie zeigen, dass das jeweilige Gerät 20, 40, 60 oder 80 Prozent weniger Energie verbraucht als ein vergleichbares in der Energieeffizienzklasse A.
Die Sterne deuten
Die Anzahl der Sterne eines Kühl- und Gefrierschranks kennzeichnet unterschiedliche Temperaturbereiche. Je mehr Sterne, desto kälter die Temperatur und desto höher der Energieverbrauch. Ein Stern leistet -6 Grad. Hier halten sich bereits eingefrorene Lebensmittel bis zu einer Woche. Um eingefrorene Lebensmittel mittelfristig bis zu drei Wochen zu lagern, eignen sich zwei Sterne mit -12 Grad oder kälter. Drei Sterne bringen mindestens kalte -18 Grad. Sie sind geeignet, um bereits eingefrorene Lebensmittel über mehrere Monate zu halten. Das hängt aber von den Lebensmitteln selbst ab. Vier Sterne bringen ebenfalls wenigstens -18 Grad. Sie haben genügend Power, um Lebensmittel selbst einzufrieren. Je nach Art des Lebensmittels hält dieses mehrere Monate.
So errechnen Sie die Kosten
Es lässt sich leicht ausrechnen, wie hoch die Kosten bei einem neuen Gerät in den nächsten Jahren ausfallen. Einfach den in Kilowattstunden (kWh) an dem Gerät angegebenen Jahresstromverbrauch mit der geplanten Nutzungsdauer sowie dem eigenen derzeitigen Strompreis multiplizieren. Beispiel: Ein Gerät der Energieeffizienzklasse A verbraucht 234 kWh im Jahr. Die Rechnung lautet dann: 234 kWh x 10 Jahre x 0,20 Euro (Strompreis pro kWh). Ergebnis: Das Gerät verursacht 468 Euro Stromkosten in den nächsten zehn Jahren. Würde man ein A++-Gerät mit 125 kWh Jahresverbrauch kaufen, fielen nur 250 Euro für Strom an.
Was die Zukunft bringt
Neueste Erfindung, aber noch nicht zu kaufen: absolut leise Kühlschränke ohne Kompressor. Die Kühlung liefert ein neu entdecktes Polymer, das kalt wird, sobald eine elektrische Spannung anliegt. Neben der effektiveren Kühlung bietet das auch Möglichkeiten zu ganz neuen Designs der gewohnten Kühl-„Schränke“.









