Halogenlampen
Sie gelten zu Recht als „die besseren Glühbirnen“. Doch wer wirklich Strom sparen und für die Umwelt etwas tun will, kommt an der Energiesparlampe nicht vorbei.
Halogenlampen zeichnen sich durch angenehmes Licht aus und eignen sich daher besonders gut, um Bilder oder Fotos an der Wand zu beleuchten. Technisch gesehen, erzeugen sie Licht nach dem Prinzip der Glühlampe: mit einem Glühdraht aus Wolfram. Ihr Glaskolben ist gefüllt mit Gasen, die den Glühfaden schützen und so der Lampe zu einer längeren Lebensdauer verhelfen. Halogenlampen brennen ungefähr 2.000 Stunden, also doppelt so lange wie eine Glühbirne. Gute Energiesparlampen glänzen dagegen mit 10.000 bis 12.000 Betriebsstunden.
Wenig Stromersparnis
Die Lichtausbeute von Halogenlampen ist nur wenig besser als die von Glühlampen, bei guten Lampen liegt sie bei 14 Lumen pro Watt. Einige Modelle verbrauchen sogar mehr Strom als Glühlampen, wie eine Untersuchung von Stiftung Warentest ergab. Häufig war die Stromersparnis niedriger als deklariert. Den Testbericht finden Sie in „Test“, Heft 3/2009, oder im Internet unter www.test.de.
Besser: Niedervoltmodelle
Halogenlampen werden in zwei Varianten angeboten: als Niedervolthalogenlampen (12 Volt) und Netzspannungshalogenlampen (230 Volt). Effizienter als vergleichbare 230-Volt-Halogenlampen arbeiten Halogenlampen im 12-Volt-Betrieb. Sie verbrauchen etwas weniger Strom, benötigen allerdings einen Transformator, der die 230-Volt-Netzspannung auf 12 Volt absenkt. Besonders sparsam funktionieren Niedervoltmodelle mit Infrarotbeschichtung, man erkennt sie an den Bezeichnungen „IRC“ oder „infrared coated“ („infrarot-beschichtet“).
Alternativen zur Glühbirne
Für die Ablösung der Glühlampe stehen einige Ersatz-Leuchtmittel mit unterschiedlicher Technologie bereit. Wir bieten einen Überblick.
Leuchtstofflampen funktionieren mit Gas statt Draht. Die Leuchtstoffröhre ist eine Gasentladungslampe, die innen mit einem fluoreszierenden Leuchtstoff beschichtet ist. In der Röhre ionisiert elektrischer Strom Edelgase, deren ultraviolette Strahlen den Leuchtstoff auf der Innenseite zum Leuchten bringt. Leuchtstofflampen brachten schon früh einen Schritt in Richtung Energiesparen. Seit 1938 erhellen Leuchtstoffröhren – besser bekannt als „Neonröhren“ – insbesondere in Produktion und Gewerbe kostengünstig große Flächen. Energiesparlampen sind Leuchtstofflampen in kompakter Bauart mit integriertem elektronischem Vorschaltgerät, die 80 Prozent weniger Strom verbrauchen als eine Glühlampe und bis zu 12.000 Stunden brennen.
Die Zukunft des Lichts: LED
LED-Lampen: LED steht für: „Light Emitting Diodes“, also Licht emittierende Dioden. Leuchtdioden sind elektronische Bauteile, die Licht ausstrahlen, wenn Strom durch sie hindurch fließt. LED-Lampen gelten als Lichtquelle der Zukunft, weil sie extrem wenig Strom verbrauchen. Leider sind sie noch nicht so alltagstauglich, dass man damit im Haushalt andere Lichtquellen ersetzen könnte. Sie liefern nämlich zu wenig Licht, nur 30 bis 60 Lumen. Darüber hinaus gibt es bis jetzt nur wenige Modelle mit Schraubsockeln, die auf die üblichen Fassungen passen. Derzeit werden LEDs vor allem in Taschenlampen, Ampeln oder für Blinker in Fahrzeugen verwendet.
Wärme statt Licht
Wie der Name schon sagt: Die Glühbirne erzeugt Licht, indem sie einen Draht zum Glühen bringt. Fast der gesamte Strom wird in Wärme umgewandelt.
Eigentlich funktioniert sie also eher wie eine Mini-Heizung und weniger als Lichtquelle. Nur rund fünf Prozent der elektrischen Energie setzt die Edison-Birne in sichtbares Licht um. Daher erreicht eine durchschnittliche Glühlampe lediglich eine Lichtausbeute von circa zwölf bis 15 Lumen pro Watt. Die Lichtausbeute herkömmlicher matter Glühlampen ist noch schlechter: Denn matte Glaskolben „schlucken“ zusätzlich Lichtstrahlen. Mattglaslampen mussten deshalb laut EU-Ökodesign-Richtlinie – neben klaren Glühlampen mit 100 Watt oder mehr – jetzt als erste aus den Regalen verschwinden.
Kurze Lebensdauer
Die Lichtausbeute einer Glühlampe zu steigern, ist technisch möglich, indem man die Temperatur des Glühfadens erhöht. Das geht aber auf Kosten der Lebensdauer, die dadurch rapide sinkt. Dabei ist die Lebensdauer von Glühbirnen mit 1.000 Betriebsstunden im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln ohnehin sehr kurz. Deshalb lohnt es sich um so mehr, auf Glühlampen zu verzichten und in teurere Energiesparlampen zu investieren. Eine Glühbirne mit 60 Watt kostet zwar nur ca. 50 Cent. Aber: Vorausgesetzt, sie ist täglich etwa drei Stunden in Betrieb, brennt sie nur ein knappes Jahr. Und in diesen 1.000 Betriebsstunden verbraucht eine 60-Watt-Birne Strom für fast 15 Euro. Verbrauchsrechnungen aller gängigen Lampentypen finden Sie unter www.ecotopten.de.
Die Ökodesign-Richtlinie der EU
Licht verursacht im Haushalt etwa zehn Prozent des Stromverbrauchs. Die Verbraucher werden also von der EU-Ökodesign-Richtlinie profitieren.
Vor 130 Jahren erfand Thomas Edison die Glühbirne, indem er einen Wolframdraht in einem Glaskolben mit Strom erhitzte – der Beginn des elektrischen Lichts. Wussten Sie, dass eine Kohlefadenlampe aus dieser Zeit immer noch ihren Dienst verrichtet? Seit über 100 Jahren leuchtet sie in einer Feuerwache in Livermore in Kalifornien, live per Web-Kamera zu beobachten.
Ende per EU-Beschluss
Nun dekretiert die EU-Ökodesign-Richtlinie das „Aus“ für die Energieverschwenderin Glühbirne – ab heute. Genau genommen verbietet die Richtlinie zur Haushaltsbeleuchtung allerdings nicht die Technologie der Glühlampe. Sie definiert vielmehr Mindeststandards für die Energieeffizienz der Beleuchtung, die herkömmliche Glühlampen nicht und Halogenlampen nur teilweise erfüllen.
Mindeststandards für alle Leuchtmittel
Die Anforderungen der EU-Richtlinie gelten für alle Haushaltslampen, unabhängig von ihrer Technologie. Auch Halogen-, Kompaktleuchtstoff- und LED-Lampen müssen ihnen gerecht werden. Ausgenommen von der Regelung sind Speziallampen, die nicht für die Raumbeleuchtung im Haushalt gedacht sind – wie zum Beispiel Notbeleuchtungen – sowie sehr hell und sehr schwach leuchtende Lampen (über 12.000 Lumen und unter 60 Lumen). Darüber hinaus schreibt die Richtlinie vor, dass auf den Verpackungen die technischen Produktdaten stehen müssen. Die Lampenhersteller werden auch dazu verpflichtet, die Verbraucher auf frei zugänglichen Internetseiten über Stromverbrauch und Leistung der Produkte zu informieren.
Glühlampe ade
Der Abschiedsschmerz scheint bei manchen groß zu sein: Täglich berichten die Medien über Hamsterkäufe von Glühlampen. Dafür gibt es eigentlich keinen einleuchtenden Grund.
Mehr als ein Jahrhundert lang erleuchtete die Glühlampe die Dunkelheit. Doch jetzt ist Schluss: Die Europäische Union hat zu Beginn des Jahres ein schrittweises Verbot der Glühlampe beschlossen. Ab 1. September 2009 müssen alle Glühlampen mit mattem Glas und klare Glühlampen mit 100 Watt oder mehr aus dem Handel genommen werden. Und dann geht es Schlag auf Schlag: In einem Jahr geht das Licht aus für klare Glühlampen mit 75 Watt, ab 1.9.2011 für klare Glühlampen mit 60 Watt. Im September 2012 folgt das Ende für klare Glühlampen mit 40 Watt. Das „Schlusslicht“ bilden die klaren Glühlampen mit 10 Watt, die ab 1.9.2013 aus den Regalen verbannt werden.
Freie Bahn für Energiesparlampen
Und das ist auch gut so. Denn der Lampentausch senkt Stromverbrauch und Energiekosten. Keine Lampe funktioniert ineffizienter als die gute, alte Glühbirne. Wie wirtschaftlich eine Lampe Licht erzeugt, beschreibt die Lichtausbeute. Gemeint ist damit der Wirkungsgrad: Die Leistung der Lampe – Lichtstrom in Lumen (lm) – im Verhältnis zur elektrischen Leistungsaufnahme in Watt (W). Je mehr Lumen pro Watt Strom die Lampe abstrahlt, desto effizienter arbeitet sie. Die Lichtausbeute von Glühlampen ist extrem schlecht. Pro Watt verbrauchtem Strom erzeugen sie viel weniger Helligkeit als andere Lampen: Nur rund fünf Prozent der Energie verwandelt eine Glühlampe in Licht, der Rest verpufft ungenutzt als Abwärme.












