Optimieren und kassieren!
Wer seine Heizungsanlage auf Vordermann bringen lässt, kann dafür einen Zuschuss von 25 Prozent der anfallenden Kosten erhalten. So profitieren Sie doppelt.
Die Investition wird günstiger – und die Energiesparmaßnahme senkt die Heizkosten. Nicht zuletzt nützt sie auch der Umwelt, weil weniger CO2 anfällt. Gefördert werden der Heizungs-Check nach DIN EN 15378, die Verbesserung der Regelungstechnik inklusive des hydraulischen Abgleichs, der Einbau effizienter Pumpen, das Planen und Einstellen von Pumpen und Ventilen sowie der Austausch von herkömmlichen gegen programmierbare Thermostatventile.
Und so geht’s:
Nur bei Kosten unter 100 Euro geht der Modernisierer leer aus. Kostet die Maßnahme mehr als 400 Euro, gibt es einen Zuschuss von 25 Prozent der Kosten. Liegen die Kosten unter 400 Euro, beträgt der Zuschuss pauschal 100 Euro. Sie beantragen ihn bei der KfW-Förderbank, wenn der Heizungsfachmann die Arbeiten beendet hat, und reichen dessen Rechnung mit ein. Der Antrag ist spätestens sechs Monate nach den Arbeiten zu stellen – ausschlaggebend ist das Datum auf der Rechnung. Antragsunterlagen können Sie im Infocenter der KfW-Förderbank – Telefon: 0 18 01 - 33 55 77 – oder per Internet bestellen: www.kfw-foerderbank.de
Zuschuss oder Steuerbonus!
Achtung: Wer einen Zuschuss aus dem Sonder-Förderprogramm „Effizient Sanieren“ bekommt, kann für die gleiche Maßnahme nicht beim Finanzamt den Steuerbonus für Handwerkerleistungen geltend machen.
Wenn die Heizung gluckst
Meist tritt das Phänomen zu Beginn der Heizperiode auf, wenn man die Heizung zum ersten Mal nach der Sommerpause wieder aufdreht: störendes Glucksen und Blubbern.
Es zeigt an, dass aufgrund zu geringen Wasserstands im Heizkörper eine Luftblase entstanden ist. Sie vermindert die Wärmeabgabe, weil Luft ein schlechter Wärmeleiter ist. Das erhöht den Energieverbrauch. Deshalb sollte der Heizkreislauf am Anfang der Heizperiode – und auch danach regelmäßig – entlüftet und Wasser nachgefüllt werden. Mit etwas handwerklichem Geschick können Sie das selbst erledigen. Wenn jedoch ein Thermostatventil klackt oder pfeift, muss ein Heizungsfachmann „ran“.
... oder ein Thermostatventil lärmt
Solange ein Thermostatventil nur hin und wieder mal leise rauscht, ist alles im Lot. Sie sollten aber sofort aktiv werden, wenn ein Ventil richtig lärmt. Deutliche Klopfgeräusche sind ein Indiz für falsche Montage, da könnte die Durchflussrichtung falsch sein. Pfeifen oder Rauschen verweisen dagegen auf zu hohen Leitungsdruck oder auch auf mangelnden Rohrnetzabgleich. Dann muss ein Fachmann die Ventile an die Druckverhältnisse der Heizanlage angleichen. Nach der Heizperiode sollten Sie die Thermostatventile auf maximalen Durchfluss drehen. Das erhöht ihre Lebensdauer, denn so werden die Elemente, die Druck auf den Ventilkörper ausüben, so weit wie möglich entspannt.
Auf Minute und Grad genau geregelt!
Optimale Temperatur aufs Grad genau bei Tag und Nacht? Wer mit elektronischen Thermostatventilen heizt, kann sich jeden Wärme-Wunsch erfüllen.
Moderne Regelungstechnik hilft dabei, die Temperatur genau auf den individuellen Bedarf einzustellen. Elektronisch gesteuerte Thermostatventile kann man programmieren: Die vorher eingestellten Temperaturwerte werden vom Ventil zu den gewünschten Zeiten angesteuert. Die Temperatur wird entweder per Elektronik direkt an den einzelnen Ventilen eingestellt oder mit einem zentralen Steuermodul, das per Funk alle Ventile steuert. So können Sie die Wärme in allen Räumen perfekt an ihre Lebensgewohnheiten und Bedürfnisse anpassen und dabei noch Energie sparen.
Mit hohem Spareffekt
Ein programmierbarer elektronischer Regler „drosselt“ die Heizung tagsüber, wenn Sie zum Beispiel im Büro sind. Das senkt den Energieverbrauch. Und der Thermostat sorgt dafür, dass es trotzdem abends angenehm warm ist, wenn Sie nach Hause kommen. Wird die Temperatur zur Nachtzeit automatisch abgesenkt, können Sie das Zurückdrehen der Heizung nicht mehr vergessen – das erhöht den Spareffekt. Wenn Sie elektronisch gesteuerte Thermostatventile installieren wollen, müssen Sie mit etwa 50 Euro pro Ventil rechnen. Eine Investition, die sich durch niedrigere Heizkosten sehr schnell rentiert. Darüber hinaus gibt es für den Einbau programmierbarer Thermostatventile von der KFW-Förderbank einen Zuschuss.
Reaktionsschneller Regler
Thermostatventile reagieren schon auf geringe Temperaturschwankungen. Sinkt die Raumtemperatur auch nur um ein halbes Grad, wird die Wärmezufuhr sofort erhöht.
Deshalb ist es wichtig, dass die Raumluft die Thermostate ungehindert umfließen kann. Sonst wird zuviel oder zuwenig geheizt. In tiefen Heizkörpernischen oder wenn der Heizkörper hinter Vorhängen oder Möbeln versteckt steht, bildet sich vor dem Heizkörper ein Wärmestau. Dadurch misst der Thermostat eine zu hohe Temperatur – und drosselt die Wärmezufuhr, auch wenn der Raum noch gar nicht die gewünschte Temperatur erreicht hat. Ist es nicht möglich, am Heizkörper für frei zirkulierende Raumluft zu sorgen, sollten Sie so genannte „Fernfühler“ installieren, die in einiger Entfernung vom Heizkörper die Wärme prüfen und ans Thermostatventil weitergeben. Das kostet zwar erst einmal mehr, spart auf Dauer aber Heizkosten.
Beim Lüften zurückdrehen!
Auch beim Lüften muss man die Funktionsweise der Thermostatventile berücksichtigen und sie zurückdrehen. Andernfalls versucht der Thermostat beim ersten frischen Luftzug, den Wärmeverlust auszugleichen und öffnet das Ventil ganz weit. Auf diese Weise heizen Sie zum Fenster hinaus und vergeuden Heizenergie. Besonders komfortable Thermostat-Modelle machen automatisch „dicht“, wenn ein Fenster geöffnet wird. Drehen Sie nach dem Lüften den Drehgriff wieder auf die gewünschte Temperatur und nicht höher: Dadurch wird das Zimmer nicht schneller warm.
Temperatur auf den Punkt
Mit Thermostatventilen können Sie für jeden Raum die richtige Temperatur einstellen. Ventile erhöhen die Zufuhr von Wärme, bis genau die gewünschte Temperatur erreicht wird.
Herkömmliche, also nicht elektronisch gesteuerte, nicht programmierbare Heizventile regeln die Temperatur mechanisch. In ihrem Inneren steckt ein Temperaturfühler, der sich mit steigender Temperatur ausdehnt und so über das Ventil die Durchflussmenge des Heizwassers verringert – es wird weniger geheizt. Diese Mechanik regelt ständig nach und hält so die Raumtemperatur konstant: Auch wenn sich die Temperatur durch fremde Wärmequellen erhöht – weil die Sonne ins Zimmer scheint oder weil sich mehrere Personen darin aufhalten –, mindern Thermostatventile automatisch die Leistung der Heizkörper. Das senkt Ihre Heizkosten.
Den richtigen Dreh finden!
Zunächst gilt es, für jeden Raum genau die Stellung des Drehgriffs zu finden, bei der sich die gewünschte Temperatur einstellt. Bei den meisten Thermostatventilen entspricht die Stellung 3 der für Wohnräume empfohlenen Temperatur von 20 Grad Celsius. Die nächste Stufe des Drehgriffs heizt den Raum schon auf drei, vier Grad mehr – was den Verbrauch von Heizenergie etwa um 20 Prozent erhöht. Kontrollieren Sie mit einem Thermometer, ob der Thermostat gut funktioniert: Am besten stellen Sie es in etwa einem Meter Höhe auf, nahe an einer Innenwand. Zeigt das Thermometer dort etwa eine Stunde nach dem Einschalten der Heizung die richtige Temperatur an, dann arbeitet das Ventil korrekt. Markieren Sie am Ventil die passende Einstellung.












