Drucker energieeffizient einsetzen
Schwarz-Weiß-Laserdrucker sind kaum noch teurer als Tintenstrahldrucker. Wer nicht „bunt“ drucken will, kann sich also bei der Kaufentscheidung an den laufenden Kosten orientieren.
Prinzipiell verbrauchen Laserdrucker mehr Strom als Tintenstrahldrucker. Aber der Strom macht nur einen kleinen Teil der Betriebskosten aus. Achten Sie beim Kauf auch auf Tinten- und Tonerkosten! Die übersteigen bei manchen Druckern nach einiger Zeit den Kaufpreis. Wenn Sie gelegentlich bei weniger wichtigen Drucksachen die Druckqualität von „optimal“ auf „normal“ herabsetzen, können Sie den Verbrauch von Tinte und Toner verringern.
Laserdrucker ausschalten
Meist sind Drucker nur kurz im Einsatz und müssen trotzdem den ganzen Arbeitstag lang funktionsbereit sein. Um so wichtiger ist daher ein geringer Standby-Verbrauch. Manche Laserdrucker verfügen über einen Energiesparmodus, der den Verbrauch zusätzlich senkt. Dann dauert nur das Aufheizen vor dem nächsten Druckvorgang ein wenig länger. Bei größeren Arbeitspausen sollten Sie trotzdem ganz abschalten.
Tintenstrahldrucker besser an lassen
Das lohnt sich zumindest bei Laserdruckern, weil sie im „Aus“-Zustand tatsächlich keinen Strom verbrauchen. Komplizierter ist es bei den Tintenstrahldruckern: Einerseits verbrauchen die meisten Geräte auch im „Aus“-Zustand Energie. Andererseits kann durch häufiges Schalten der Tintenverbrauch steigen, weil einige Geräte nach jedem Ausschalten automatisch mit Tinte die Düsen reinigen. Die kostet mehr als der Strom im Standby – da ist es also vorteilhafter, im Standby-Betrieb zu bleiben.
Power Management spart
Erfahrungsgemäß werden Computer während eines großen Teils der Betriebszeit nicht genutzt. Wer die Geräte dennoch ständig im Normalbetrieb laufen lässt, vergeudet jede Menge Energie.
Durch die Energiesparfunktion des Computers können Sie sinnlosen Verbrauch in den Arbeitspausen fast völlig vermeiden. Das verringert die Stromrechnung um bis zu 60 Euro jährlich – je nach Ausstattung des PCs und Nutzungsdauer. Das Zauberwort heißt Power Management: Unter der Option „Systemsteuerung“ finden Sie auf ihrem Rechner den Menüpunkt „Energieoptionen“. Hier kann man ihn so einstellen, dass er nach einer bestimmten Leerlaufzeit automatisch in den Energiesparmodus versetzt und die Leistungsaufnahme um bis zu 90 Prozent auf etwa drei Watt reduziert wird. Nach welcher Zeit Monitor und Rechner in den Schlummerzustand wechseln sollen, können Sie ihrem Bedarf entsprechend frei festlegen.
Bildschirmschoner kosten unnötig Strom
Power Management verlängert zudem die Lebensdauer ihres Rechners, weil das Gerät im Ruhezustand weniger Wärme erzeugt. Dagegen sollten Sie auf einen Bildschirmschoner lieber verzichten. Früher wurden sie benutzt, um den Monitor vor dem so genannten „Einbrennen“ des Bildes zu schützen. Das ist bei modernen Monitoren jedoch überflüssig. Bildschirmschoner senken den Energieverbrauch des Bildschirms nur minimal. Sie fordern jedoch oft mit bunten Animationen dem Prozessor Rechenleistung ab, die insgesamt den Stromverbrauch unnötig in die Höhe treibt.
Welcher Computer ist der richtige?
Der Stromverbrauch eines Computers hängt auch entscheidend von der Ausstattung ab. Überlegen Sie also als erstes, welche Funktionen Sie wirklich brauchen.
Wenn Sie den Computer nur für das Schreiben von Texten und zum Surfen im Internet einsetzen, benötigen Sie keine Grafikkarte und keine Videoschnittstelle. Überdimensionierte Komponenten erhöhen den Kaufpreis und verbrauchen unnötig Strom. „Abspecken“ spart also viel Geld: Die Betriebskosten eines High-End-Computers, der sich auch für komplizierte 3-D-Computerspiele eignet, sind nach einer Berechnung der Deutschen Energie-Agentur etwa vier mal höher als die eines effizienten Computers mit durchschnittlicher Ausstattung. Ein „Spiele-PC“ „schluckt“ bis zu 300 Watt. Das kann pro Jahr 60 bis 100 Euro ausmachen.
Sparsame Notebooks
3-D-Spiele bewältigen sie nicht, aber sonst können sie fast alles. Und in Sachen Energieeffizienz sind Notebooks unschlagbar: Denn sie werden von den Herstellern auf Stromsparen getrimmt, damit sie im Akkubetrieb möglichst lange laufen. Verglichen mit einem PC gleicher Ausstattung spart der tragbare Computer etwa 70 Prozent der Energie. Aktuelle Notebooks ziehen etwa 30 Watt aus der Stromleitung und belasten die Haushaltskasse mit zehn Euro jährlich. Dagegen verbraucht ein herkömmlicher Desktop-Computer mit Flachbildschirm zwischen 130 und 150 Watt im Betrieb und schlägt auf der Stromrechnung mit rund 45 Euro zu Buche.
Hilfreiche Umweltlabel
Computer & Co. verbrauchen bei gleicher Leistung unterschiedlich viel Strom. Hohen Kosten sollten Sie schon beim Kauf entgegenwirken. Umweltlabel kennzeichnen energieeffiziente Geräte.
Der blaue Engel ziert besonders umweltfreundliche Produkte. Kriterium für die Vergabe des Logos ist ein – im Vergleich zu herkömmlichen Produkten – deutlich geringerer Energieverbrauch. Die Kriterien erarbeitet eine Jury des Umweltbundesamts in Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Verbänden und Wissenschaftlern. Im Bereich Informationstechnologie gibt es den Blauen Engel für Computer, Drucker, Multifunktionsgeräte und Telefone.
Label aus Europa und USA
Das Umweltzeichen der Europäischen Kommission ist die Euroblume. Es wird unter anderem für Computer, Notebooks und Fernsehgeräte mit geringem Stromverbrauch und geringem Gehalt an Schadstoffen vergeben, deren gesamter Lebenszyklus von der Produktion bis zur Entsorgung Umweltschutzkriterien entspricht. Das Energy-Star-Label ist ursprünglich ein Umweltlabel der amerikanischen Umweltbehörde, das energiesparende Bürogeräte auszeichnet. Die EU nimmt am Energy-Star-Programm teil und nennt auf ihrer Internetseite – www.eu-energystar.org/de/index.html – Geräte mit niedrigem Energieverbrauch: PCs, Bildschirme, Drucker, Faxgeräte, Kopierer, Scanner und Multifunktionsgeräte.
Hilfe aus dem Internet
Wissenschaftler des Öko-Instituts geben Kauftipps für Computer und Drucker unter www.ecotopten.de. Fachleute der Deutschen Energie-Agentur empfehlen effiziente Bürotechnik unter: www.office-topten.de
Kommunikation braucht immer mehr Energie
Der Energieverbrauch rund ums Fernsehen, PC und Internet habe mittlerweile kritische Ausmaße erreicht, warnt die Internationale Energieagentur (IEA). Tendenz steigend.
15 Prozent des privaten Stromverbrauchs gehe derzeit auf das Konto von elektronischen Geräten, so die IEA. Bis 2022 werde sich der Anteil verdoppeln, vor allem durch intensivere Nutzung des Internets. Dabei habe die Informations- und Kommunikationstechnik schon 2007 mehr CO2-Emissionen verursacht als der gesamte deutsche Luftverkehr. Der steigende Verbrauch schlägt sich natürlich auch auf der Stromrechnung privater Haushalte nieder. Um so wichtiger für alle Nutzer, beim Kauf und im Umgang mit diesen Geräten auf Energieeffizienz zu achten.
Kostenfalle Informationstechnik
Doch viele PC-Nutzer wissen gar nicht, wie energieintensiv ihre Geräte sind. Eine Anfrage bei Google zieht laut einer Schätzung des Umweltbundesamts etwa genau so viel Strom wie eine Energiesparlampe, die eine Stunde lang mit vier Watt brennt. Von Computerspielen ganz zu schweigen. Die britische Umweltschutzorganisation „Alliance to Save Energy“ hat den volkswirtschaftlichen Schaden untersucht, der dadurch entsteht, dass Computer nach getaner Arbeit weiter laufen: Deutsche Betriebe könnten 918 Millionen Euro jährlich sparen, wenn die Mitarbeiter ihre PCs bei Nichtbenutzung konsequent abschalten würden. In Großbritannien gehen 300 Millionen Pfund verloren, in den USA rund 2,8 Milliarden Dollar („PC Energy Report 2009“).












