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Tipps gegen Schimmel

So vermeiden Sie Schimmel im Bad

In feuchtem Klima gedeiht Schimmel am besten. Dass er im Badezimmer auftritt, ist deshalb kein Wunder. Schimmel im Bad zu vermeiden, ist aber ganz einfach.

Wo gebadet und geduscht wird, ist die Raumfeuchtigkeit hoch. Organisches Material wie Haare und Hautschuppen bietet zusätzliche Nahrung für Schimmel. Bevorzugt siedeln sich Schimmelpilze in Silikonfugen von Duschkabinen und Wannen an.

Für Luftaustausch zu sorgen und die Feuchtigkeit nach draußen zu befördern, ist daher im Bad besonders wichtig. Und: Haben sich Pilzsporen erst einmal im Badezimmer festgesetzt, verbreiten sie sich über die Luft schnell in der Wohnung – ein Gesundheitsrisiko vor allem für Allergiker und Personen mit Atemwegserkrankungen.

So beugen Sie Schimmel im Bad vor

  • Heizen: Hier sollten Sie nicht am falschen Ende sparen. Empfehlenswert ist im Badezimmer eine konstante Raumtemperatur von 24 bis 25 Grad Celsius. Wird die Heizung nur beim Baden oder Duschen aufgedreht, kühlen die Wände zu stark aus. Ein großer Temperaturunterschied zwischen warmem Wasser und kalten Wänden erzeugt beim Duschen viel Wasserdampf, der sich – zusätzlich zu den unvermeidlichen Wasserspritzern – auf Fliesen und Fugen niederschlägt.
  • Lüften: Nach dem Duschen ca. fünf Minuten lang das Fenster weit öffnen und stoßlüften, damit die Feuchtigkeit abzieht. Noch effektiver ist es, das Fenster bereits beim Baden oder Duschen leicht zu öffnen oder zu kippen.
  • In Badezimmern ohne Fenster hilft ein Luftentfeuchter-Gerät, das die feuchte Raumluft in einem Wassertank ansaugt und reinigt. Diese Geräte schaffen, je nach Modell, ca. 10 bis 30 Liter pro Tag weg. Manche funktionieren wie ein Thermo-Hygrometer und schalten sich bei einer bestimmten Luftfeuchtigkeit automatisch ein
  • Trocknen und säubern: Wanne oder Dusche anschließend abbrausen, damit sich Haare, Hautschuppen und Seife nicht auf Wänden und in Fugen sammeln. Feuchte Flächen möglichst sofort trocken wischen.
schimmel im bad: fenster -  EKKEHARD WINKLER
Fensterrahmen sind kritische Stellen für Schimmelbefall.

Was tun gegen Schimmel im Bad?

Heizen und Lüften hilft nichts mehr, wenn sich bereits Schimmel zeigt. Ist der Befall stark, sollten Sie sofort fachkundigen Rat einholen, um die Ursache klären zu lassen. Finden sich nur an einigen Stellen ein paar schwarze Punkte, können Sie auch selbst versuchen, die Schimmelpilze zu tilgen: Reinigen und desinfizieren Sie betroffene Stellen mit Wasserstoffperoxid-Lösung oder mit hochgradigem Ethylalkohol. Hinterher gut lüften.

Von der häufig empfohlenen Essigessenz rät das Umweltbundesamt ab: Sie enthält organische Nährstoffe, die das Sporenwachstum eher noch fördern. Trockene Stellen können Sie auch mit dem Staubsauger absaugen – vorausgesetzt, das Gerät verfügt über einen Feinstaubfilter. Der verhindert, dass die Pilzsporen am hinteren Ende wieder herausgeblasen werden. Anschließend mit einem biologisch abbaubaren Anti-Schimmel-Mittel aus dem Fachhandel einsprühen und eventuelle Rückstände nach der Einwirkzeit abwischen.

Verwenden Sie keine pilztötenden chemischen Mittel (Fungizide), die meist gesundheitsschädlicher sind als die Pilzsporen selbst! Auf keinen Fall an den verdächtigen Stellen trocken mit Lappen oder Bürste reiben: So fliegen die Sporen munter durch die Luft … Arbeiten Sie mit Handschuhen und am besten auch mit Mundschutz, um die Sporen nicht einzuatmen. Nach den Anti-Schimmel-Kampfmaßnahmen duschen und umziehen.

Weitere Infos in einer Broschüre des Umweltbundesamts: Schimmel im Haus


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