Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie diese Website benutzen, stimmen Sie der Nutzung von Cookies gemäß unseren Richtlinien zu. Mehr erfahren.X

Ein Ventilator verschafft im Sommer Abkühlung.

Wohnung kühl halten

Immer schön cool bleiben!

Drückende Hitze in den eigenen vier Wänden muss nicht sein. Zwölf Tipps helfen dabei, Ihre Wohnräume im Sommer angenehm kühl zu halten. Ganz ohne Klimaanlage!

Wärmestau vermeiden

  • Tipp 1: Clever lüften
    Die tagsüber aufgestaute Hitze muss raus. Am besten frühmorgens oder spätabends lüften, dann ist es draußen deutlich kühler. Fenster ganz öffnen, Quer- oder Stoßlüften statt nur die Fenster kippen – so zieht die Wärme schneller ab. Bei mehrgeschossigen Wohnungen den Kamineffekt nutzen: Im Erdgeschoss Türen und Fenster öffnen, die aufsteigende warme Luft durch die offenen Dachfenster entweichen lassen.
  • Tipp 2: Wärme abschalten
    Lampen, Herde oder PC verursachen viel Wärme: Kochplatten sowie Backofen früher abschalten und die Restwärme nutzen. Elektrogeräte ganz vom Netz nehmen, wenn sie nicht gebraucht werden – am einfachsten mit einer schaltbaren Steckdosenleiste. Alte Kühl- und Gefrierschränke durch moderne Geräte, Glühlampen durch Energiesparlampen 18 19 oder LED ersetzen. Die geben weniger Wärme ab. Schöner Nebeneffekt: eine niedrigere Stromrechnung.
  • Tipp 3: Feuchte Luft muss raus
    Bei höherer Luftfeuchte kann sich der Körper schlechter selbst kühlen. Wenn es ohnehin schwül ist, keine feuchte Wäsche in der Wohnung aufhängen. Alternative in Mehrfamilienhäusern: Gemeinschaftstrockenräume mit Luftentfeuchter nutzen.

Hitze aussperren

  • Tipp 4: Rollläden, Jalousien & Co.
    Außenjalousien, Roll- oder Klappläden sowie Markisen fangen die Sonnenstrahlen schon vor der Fensterscheibe ab und halten die Hitze fern. Sie eignen sich besonders für tagsüber selten genutzte Räume, in denen zeitweise Dunkelheit und fehlender Blick nach draußen nicht weiter stören. Gut auch für die Sicherheit: Geschlossene Rollläden schrecken Einbrecher ab.
  • Tipp 5: Innen dicht machen
    Auch innen angebrachte Rollos, Jalousien oder dicht gewebte Vorhänge halten einen Teil der Wärme ab. Gardinen schützen dagegen kaum.
  • Tipp 6: Folien aufkleben
    Von außen auf die Fenster geklebte Sonnenschutzfolien reflektieren einen Großteil der auftreffenden Sonnenstrahlen. Manche Folien dürfen nur Profis aufkleben. Kosten: etwa 60 Euro pro Quadratmeter inklusive Montage. Sonnenschutzfolien zum Selbstkleben gibt’s ab 20 Euro, Laien tun sich damit aber oft schwer. Nachteil der Folien: An trüben Tagen verdunkeln sich besonders Räume mit kleinen Fenstern, sodass die Bewohner früher das Licht einschalten müssen. Bei Sonnenschein blockieren die Folien den Einblick von außen. Fazit: eher eine Notlösung, die sich nur bei sehr großen Glasflächen anbietet.
  • Tipp 7: Dämmung verbessern
    Unter schlecht gedämmten Dächern wird’s im Sommer oft bullig heiß. Eine Wärmedämmung schützt vor dem Hitzekoller. Je dicker die Dämmschicht, desto besser. Holzfaserplatten speichern die Wärme gut. Am besten bei einer anstehenden Dachsanierung zusätzlich zur vorhandenen Dämmung auf den Sparren anbringen. Auch eine nachträgliche Dämmung der Fassade hält die Wärme im Winter besser drin und die Hitze im Sommer draußen.
  • Tipp 8: Pflanzen als Hitzeschutz
    Laubbäume schützen im Sommer vor Hitze, im Winter lichten sich die Blätter und lassen die Sonnenstrahlen ins Haus. Auch Büsche oder Kletterpflanzen spenden Schatten vor hitzegefährdeten Fensterpartien. Eine Fassadenbegrünung eignet sich als preiswerter und ökologischer Hitzeschutz.

Klug planen

  • Tipp 9: Massiv bauen
    Wer bauen will: Schon bei der Planung an den Hitzeschutz denken. Die Masse der Bauteile spielt eine große Rolle: Statt Leichtbaumaterialien massive Baustoffe wie Ziegel oder Kalksandstein wählen. Sie speichern Wärme besser und geben sie nur langsam wieder ab, die Innenräume heizen sich nicht so schnell auf.
  • Tipp 10: Gauben einplanen
    Große Dachflächenfenster sammeln Hitze. Besser: senkrechte Dachgaubenfenster mit viel Dachüberstand. Sie schützen im Sommer vor hochstehender Sonne, fangen im Winter die Strahlen der tiefstehenden Sonne ein.
  • Tipp 11: Dachüberstände
    Vordächer, Dachüberstände, Balkone oder tiefe Fensterlaibungen lohnen sich vor allem an Südfassaden, wo die Sonne hoch steht.

Wenn alles nichts hilft

  • Tipp 12: Raus ins Freie!
    Machen Sie’s wie die Südländer und gönnen Sie sich mittags eine kleine Siesta im Schatten: Ab ins Freie unter den nächsten Baum, Beine hochlegen, Venen entlasten. Trinken Sie viel, leichte Speisen bevorzugen. Auch ein kurzes Nickerchen wirkt Wunder und macht Sie fit für den Rest des Tages. Zum Abkühlen ins Freibad oder an den See: Ein Bad im kühlen Wasser erfrischt richtig.

Wenn die Heizung auch die Räume kühlt

Kälte auf Knopfdruck: Bei einer Fußboden- oder Wandheizung in Kombination mit einer Erdwärmepumpe lässt sich die Kälte des Erdreichs im Sommer über einen Wärmetauscher auf das Heizsystem übertragen. Anstatt Warmwasser fließt kühles Wasser durch die Leitungen und kühlt die Raumluft. Allerdings sammelt sich die kühle Luft bei Fußbodenheizungen nur am Boden, sie steigt nicht auf. Durch große Flächen lässt sich die Temperatur trotzdem ausreichend beeinflussen. Besser verteilen Wandheizungen die kühle Luft.


Mobile Klimageräte kühlen wenig

Klimageräte fressen viel Strom, bringen oft aber nur wenig Abkühlung. Besonders ineffizient kühlen Monoblockgeräte (ab 200 Euro). Sie leiten die Abluft per Schlauch über einen Fensterspalt ins Freie. Nachteil: Von außen strömt Warmluft nach. Zudem sind viele der Geräte zu laut. Splitgeräte (500 bis 2000 Euro) arbeiten effizienter, benötigen aber einen Wanddurchbruch.


Bitte aktivieren Sie Java Script um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.