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Abfallentsorgung

Die größten Müllirrtümer

Die Deutschen gelten als Weltmeister der Mülltrennung. Sieben Alltagsmythen der Mülltrennung im Überblick.

Flaschen nach Farben sortieren ist unnötig?

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Auch wenn die Altglastonnen alle im gleichen Fahrzeug landen, dessen Behälter ist in Kammern unterteilt. Die Trennung von Weiß- und Buntglas hat ihren Sinn: Schon eine einzige grüne Flasche verfärbt 500 Kilogramm Weißglas. Blaue Flaschen zum Grünglas geben. Fensterglas und Spiegel gehören nicht in die Glascontainer, sondern in den Restmüll.

Falsches Mülltrennen ist strafbar?

Formell gesehen begeht jeder eine Straftat, der seinen Müll nicht richtig trennt. Die Ahndung ist allerdings schwierig. Wer seinen Müll bewusst falsch entsorgt, muss mit einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 1500 Euro rechnen. Außerdem darf das Entsorgungsunternehmen den Müll einfach stehen lassen, wenn Inhalte offensichtlich in der falschen Tonne gelandet sind.

Jedes Papier darf in die blaue Tonne?

Verbundmaterial wie zum Beispiel mit Folie beschichtetes Papier gehört in den Restmüll. Auch beschmutztes Küchenpapier oder Taschentücher haben im Papiermüll nichts zu suchen – sie sind ein Fall für die Biotonne.

Joghurtbecher müssen ausgespült werden?

Es genügt, wenn sie löffelrein sind, da die Recyclingfirmen das Material noch einmal reinigen. Wer für den Abwasch Warmwasser benutzt, kehrt die Ökobilanz sogar ins Negative und verbraucht mehr Energie als sich durch die Wiederverarbeitung sparen lässt.

Medikamente gehören in den Restmüll?

Wenn der Beipackzettel nichts anderes vorgibt, dürfen abgelaufene Medikamente in den Restmüll. Wer sichergehen möchte, kann sie auch in der Apotheke abgeben. Aber: Arzneimittel bitte nie in der Toilette entsorgen!

Der Umwelt nützt Mülltrennung ohnehin nichts?

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Falsch! Mülltrennung spart Rohstoffe und schont die Umwelt. Papier lässt sich bis zu fünfmal wiederverwerten, 82 Prozent aller Flaschen können ohne Qualitätsverluste unbegrenzt recycelt werden. Über den Sinn der Gelben Tonne streiten sich allerdings die Experten, denn das Sortieren der Kunststoffe ist aufwendig und teuer, nur die Hälfte ist wiederverwertbar.

Gekochtes darf nicht in die Biotonne?

Auch wenn Speisereste Ratten anziehen können, gehört Gegartes in die Biotonne. Das Umwelt- bundesamt rät: Um Geruchsbelästigung und Ungeziefer zu vermeiden, Fisch- und Fleischreste vor dem Entsorgen einfach in altes Zeitungspapier wickeln.


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