So laden Sie Akkus

  • Akkus vor dem ersten Gebrauch immer laden. Manche Stromspeicher erreichen erst nach mehreren Ladevorgängen ihre optimale Leistung.
  • Normalladen: dauert zwischen 12 und 16 Stunden bei geringer Stromstärke.
  • Schnellladen: Ladezeit zwischen einer und drei Stunden. Um eine Überladung zu vermeiden, muss die Abschalttechnik des Ladegeräts oder Akkus präzise arbeiten. Macht manche Akkus auf Dauer schlapp – deshalb besser darauf verzichten.
  • Tiefentladung: zerstört den Akku bei zu langer Untätigkeit, wenn eine bestimmte Mindestspannung unterschritten wird. Hochwertige Akkus schalten vorher ab.
  • Akkus geladen lagern: je höher die Temperaturen, desto schneller entladen sie sich selbst.
  • Ni-Cd- und Ni-Mh-Akkus tut gelegentliches „Refreshing“ gut: Dabei die Akkus dreimal hintereinander jeweils entladen und wieder laden.



 

Ladegerät passend?

Wer beim Ladegerät spart, zahlt drauf. Ein schlechtes Ladegerät beeinträchtigt die Kapazität der Akkus oder zerstört sie sogar. Gute Ladestationen prüfen erst den Ladezustand des Akkus und geben ihm nur so viel Energie wie er braucht. Das Ladegerät schaltet ab, wenn die optimale Spannung erreicht ist.

Empfehlenswert sind Geräte mit automatischer Ladesteuerung per Mikroprozessor (Minus-Delta-U-Verfahren). Hier zeigen Leuchtdioden für jede Zelle, welche Akkus bereits fertig geladen sind.

Universal-Ladegeräte für alle Akku-Typen gibt es im Fachhandel ab 25 Euro.

Klein und überall dabei

Akkus sorgen dafür, dass wir überall Musik hören oder Fotos schießen können. Außerdem sparen sie jede Menge Geld im Vergleich zu Batterien.

Spätestens seit Erfindung des Handys gehört das Aufladen von Akkus zum Alltag. Doch wann sind Akkus eigentlich sinnvoll und wann sollte man normale Batterien benutzen? Akkus passen zu Geräten, die viel Energie in wenig Zeit verbrauchen. Dazu gehören Spielzeuge, tragbare MP3-Player, Handys und Kameras. Bei sicherer Bereitschaft von Geräten über einen langen Zeitraum und niedrigem Energiebedarf wie zum Beispiel bei Uhren und Brandmeldern sind Alkali-Batterien die richtige Wahl.

Akkus liefern Energie vor Ort

Das Wort Akku kommt von Akkumulator und bedeutet „Sammler“. Akkus speichern elektrische Energie in Form von chemischer Energie. Verbraucht ein angeschlossenes Elektrogerät Strom, verwandelt sich die chemische Energie wieder in elektrische zurück. Oft werden mehrere Zellen zu einem Paket zusammengefasst, miteinander verbunden und in einem Gehäuse untergebracht. Diese gebündelten Akkus gehören meist zur Geräteausstattung – zum Beispiel bei Handys und Digital- oder Videokameras. Hier wird dann ein spezielles Ladegerät mitgeliefert. Akkus in Form herkömmlicher Batterien (9-V-Block, Mono, Baby, Mignon, Mikro) nennt man Batterie-Akkus. Während der gesamten Einsatzzeit bleibt die Spannung eines Akkus konstant. Wenn er leer ist, fällt sie schlagartig ab – schneller noch als bei Batterien, deren Entladespannung sich langsam verringert.

Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-Akkus sind in puncto Leistungsfähigkeit und Gewicht unschlagbar. Im Gegensatz zu Nickel-Cadmium-Akkus verlieren sie bei Lagerung kaum an Kapazität. Batterien gehören nicht in ein Ladegerät, es besteht Explosionsgefahr! Auch Akkus werden irgendwann einmal altersschwach und bringen nicht mehr genug Leistung. Dann gehören sie nicht in den Hausmüll, sondern in die Sammelbehälter von Händlern oder Gemeinden.

     




Welcher Akku wofür?

Akku ist nicht gleich Akku. Erfahren Sie alles über die wichtigsten Akku-Typen:

Nickel-Cadmium-Akku (Ni-Cd)

Eigenschaften: Wegen ihres Cadmium-Gehalts umweltbelastend. Gut geeignet bei sehr niedrigen Temperaturen. Extrem hohe Kurzzeitbelastbarkeit. Relativ geringe Kapazität.

Einsatz: Haushaltsgeräte, Kinderspielzeug, Gameboy, Taschenlampe, Akku-Werkzeug, Videoleuchte
 
Memoryeffekt: Lädt man Ni-Cd-Akkus, bevor sie völlig entleert sind, „merkt“ sich der Akku diesen Ladezustand (Memory-Effekt). Das verringert Kapazität und Leistungsfähigkeit.

Ladevorgang: Vor dem ersten Gebrauch drei Mal hintereinander voll entladen und wieder aufladen. So wird der Memory-Effekt vermieden.

     

Nickel-Metallhydrid-Akku (Ni-Mh)

Eigenschaften: Umweltfreundlicher. Lassen sich häufiger nachladen. Halten pro Einsatz etwa vier Mal so lange durch wie Ni-Cd-Akkus.

Einsatz: Haushaltsgeräte, Kinderspielzeug, Gameboy, Taschenlampe, Discman, DVD- und MP3-Player, Digital- und Videokamera

Memoryeffekt: Geringer Memory-Effekt, kein vollständiges Entladen vor dem jeweiligen Laden notwendig.

Ladevorgang: Vor dem ersten Gebrauch drei Mal hintereinander entladen und wieder aufladen. Hitzeempfindlich beim Laden.

        

Lithium-Ionen-Akku (Li-Ion)

Eigenschaften: Hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Ladezeiten fast unschlagbar. Flexible Bauformen möglich.

Einsatz: Schnurloses Telefon, MP3-Player, Digital- und Videokamera, Mobiltelefon

Memoryeffekt: Kein Memory-Effekt. Kaum Selbstentladung.

Ladevorgang: Spezielles Ladegerät notwendig. Nach erstem Laden sofort volle Leistung. Nicht verwendbar mit Ni-Cd- und Ni-Mh-Akkus.

      

Lithium-Polymer-Akku (Li-Po)

Eigenschaften: Höchste Energiedichte bei geringem Gewicht. Sehr flache und flexible Bauformen möglich.

Einsatz: Digital- und Videokamera, Mobiltelefon

Memoryeffekt: Kein Memory-Effekt. Kaum Selbstentladung.

Ladevorgang: Spezielles Ladegerät notwendig. Nach erstem Laden sofort volle Leistung. Nicht verwendbar mit Ni-Cd- und Ni-Mh-Akkus.

Ihre Bewertung für diesen Artikel Rating: 2.7/5 (total: 55)