Neues Licht mit LED und OLED
Seit 2007 läuft in den USA ein Wettkampf um die Lichttechnologie der Zukunft: der L-Prize – ausgeschrieben und finanziert von der US-amerikanischen Regierung. Es geht darum, die 60-Watt-Glühbirne zu ersetzen.
Aussichtsreichster Kandidat: die LED-Technologie. Philips hat seinen LED-Prototyp bereits eingereicht und darf auf ein Preisgeld von 10 Millionen US-Dollar hoffen.
L-Preis: Licht der Zukunft heißt LED
Die Anforderungen des L-Preis sind hoch: Gegenüber der Glühlampe soll der Nachfolger mindestens 84 Prozent Energie sparen, außerdem dimmbar sein und in weniger als einer halben Sekunde hell erstrahlen, mindestens 25.000 Stunden halten und die Farbmischung soll zu 90 Prozent der einer klaren Glühlampe entsprechen. Vorgaben, die keine Lampe aktuell erfüllen kann, auch nicht die LED-Lampe – noch nicht. Trotzdem hat LED das Potenzial und in der Forschung die Nase vorn.
LED oder Energiesparlampe?
LED-Lampen sind in der Anschaffung teuer, sie kosten bis zu 150 Euro, im Schnitt 10 bis 15 Euro. Zum Vergleich: Mit 5 bis 7 Euro ist der Verbraucher mit einer Marken-Energiesparlampe deutlich günstiger dabei. Zudem sind die Sparlampen in den gängigen Fassungen erhältlich, passen in jede Leuchte und punkten mit einer langen Lebensdauer - sofern es sich um Qualitätsprodukte handelt. In wenigen Jahren soll die LED-Technik so ausgereift sein, dass sie die Energiespar-Lampen dauerhaft ablösen kann und in allen relevanten Bereichen übertrifft: Anschaffungspreis, Leuchtenkompatibilität, Lebensdauer und Lichtqualität.
Glühlampe ist Vorbild für die Lichtqualität
Unterschiede in der Lichterzeugung bedingen die Lichtqualität. Das Licht der Glühlampe ist das Maß aller Dinge. Der Draht strahlt alle Spektral-Farben ab: Rot, Grün, Gelb und Blau. Rot-Gelb überwiegt und verbreitet angenehmes Licht.
Energiespar-Lampen sind nichts anderes als gefaltete Neonröhren, in denen das Quecksilbergas zum Leuchten gebracht wird. Es entsteht zunächst eine unsichtbare Ultraviolett-Strahlung, die durch die Beschichtung innen zu Rot, Grün und Blau umgewandelt wird. Die Farbmischung bestimmt den Lichtcharakter: Viel Rot-Anteil sorgt für eine warme Lichtfarbe.
LEDs erzeugen im Halbleiterchip blaues Licht, das mithilfe eines Leuchtstoffes zu Gelb umgewandelt wird, beide zusammen ergeben Weiß. Problematisch ist nach wie vor die Wiedergabe von Rot- und Grüntönen.
In Zukunft OLED?
Die Entwicklung von OLEDs (Organische Licht emittierende Dioden) wird mit Hochdruck vorangetrieben. OLEDs leuchten selbst, brauchen also keine Hintergrundbeleuchtung und ermöglichen ganz neue Beleuchtungswelten. Als ultradünne und flexible Flächenbeleuchtung lassen sich OLEDs potenziell überall anbringen und einsetzen, zum Beispiel als leuchtende Tapete oder als aufrollbarer Monitor.
Lichtdesign nach der Glühlampe
LED: Die Fakten kurz und knapp
Licht Emittierende Dioden gehört die Zukunft – kein Wunder, wenn man ihre Vorteile betrachtet: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- LEDs sind Halbleiter, die Licht abgeben, sobald eine Spannung (bei mehreren LEDs in Reihe maximal 24 Volt) angelegt wird.
- Als Glühlampen-Ersatz werden mehrere weiße LEDs zu einer Schraubsockel-Lampe zusammengefasst. Doch noch eignet sich kaum ein Modell als vollwertiger Ersatz für die Allgemeinbeleuchtung.
- Es gibt bereits LED-Lampen, die einer 25 Watt-Glühlampe entsprechen. Bald sollen Alternativen zur 40 Watt-Glühlampe erscheinen.
- Früher gab es LEDs ausschließlich in Neutralweiß (Farbtemperatur > 4.000 Kelvin), heute gibt es auch LEDs mit wärmerer Lichtfarbe (3.000 Kelvin).
- LEDs fallen nicht aus, sondern verlieren an Leuchtkraft. Daher sind Qualitätsmängel nicht sofort erkennbar. Deshalb ist es hier besonders wichtig, auf gute Qualität zu achten.


















