EEG-Umlage steigt um 0,18 Cent

Der vergangene Sommer freutenicht nur Sonnenhungrige undBadelustige, auch die Betreibervon Fotovoltaikanlagen frohlocktenüber eine Rekorderntebeim Sonnenstrom.Durch dasgute Wetter und neue Anlagenzur Gewinnung von Energie ausWind, Sonne, Biomasse,Erdwärmeund Wasserkraft wurdeso viel Ökostrom in Deutschlandproduziert wie noch nie zuvor.Das ließ den Preis für den mitstaatlicher Förderung erzeugtenÖkostrom an der Strombörse sinken. All diese Faktorentreiben die Ökostromumlage,diejeder Stromverbraucher für dieEnergiewendebezahlen muss, auf einen Rekordwert. Seit dem 1. Januar2016 liegt sie bei 6,35 Centpro Kilowattstunde (kWh). Das sind 0,18 Cent mehr als 2015.

Energie-TippNach

7,70 ? für drei Personen

Energie-Tipp

Für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt mit einemJahresverbrauch von 3500 kWhStrom bedeutet die Anhebungrein rechnerisch jährliche Mehrkostenvon 7,70 Euro. Die Ökostromumlagemacht derzeit knappein Fünftel des Strompreises aus.

EEG-Konto wird gefüllt

Die Höhe der EEG-Umlage wirdjedes Jahr im Herbst neu festgelegt.Dazu erstellen die Übertragungsnetzbetreiberzusammenmit externen Forschungsinstituteneine Prognose über ihre voraussichtlichenAusgaben undEinnahmen im Folgejahr undschätzen den Stromverbrauch ab.Die Bundesnetzagentur prüft dieKalkulation. Je nachdem wie dasKonto zum Ausbau der erneuerbarenEnergien gefüllt ist, steigtoder sinkt die EEG-Umlage. In den vergangenen Jahren wies esimmer ein Minus auf, was durcheine jeweils höhere Umlage ausgeglichenwurde. Vor allem wegendes rasanten Zubaus an Fotovoltaikanlagenkletterte die EEG-Umlagezwischen den Jahren 2009und 2013 um fast das Fünffachevon 1,33 Cent auf 6,24 Cent. Imvergangenen Jahr sank die Umlage leicht.

Reform der Förderung

Dass die EEG-Umlage nun schonseit drei Jahren nicht mehr sosteigt wie früher, istder EEG-Reform zu verdanken.Damit wird die Förderung dereinzelnen Erneuerbaren nach undnach deutlich zurückgefahren.Außerdem müssen nun auchEigenstromproduzentendie EEG-Umlagezahlen, die bisher befreitwaren. Trotz des weiteren Ausbausder grünen Energien rechnetder Bundesverband ErneuerbarerEnergien(BEE) deshalb auch2017 nicht mit einer großen Steigerungder Umlage.