Filter für unser Trinkwasser

Bei Tests bekommt unser Trinkwasser nur Bestnoten. Müssen wir es trotzdem filtern?

Der Markt für Wasserfilter ist groß: angefangen bei Aktivkohle-Kartuschen für Wasserkannen bis hin zu solchen, die sich direkt in die Armatur einbauen oder im Wasserrohr installieren lassen. Die Hersteller versprechen, dass ihre Produkte das Wasser weicher machen und von Schadstoffen wie Nitrat befreien.

Systeme, die mit Aktivkohlefiltern arbeiten, können tatsächlich bestimmte Stoffe wie etwa Medikamentenrückstände aus dem Wasser entfernen. Aber bei Kalk wirken sie meist nicht so gut wie versprochen. Hinzu kommt, dass diese Filter schnell verkeimen, wie diverse Tests ermittelt haben. Aktivkohlefilter gibt es ab 15 Euro zu kaufen. Dazu kommen die Kosten für die Kartuschen, die einmal im Monat getauscht werden sollten.

Sogenannte Ionenaustauscher sind im Einsatz gegen Kalk erfolgreicher. Nitrate können diese Systeme aber nicht beseitigen. Und auch bei ihnen besteht die Gefahr der Verkeimung. Entkalkungsanlagen, die nach dem Prinzip des Ionenaustauschers funktionieren, sind ab 800 Euro zu haben.

Eine dritte Technik, das Umkehrosmose-Verfahren, reinigt das Wasser rückstandslos. Damit werden allerdings auch wichtige Mineralien entzogen. Ein weiterer Nachteil: Um die keimanfällige Membran zu säubern, benötigt man sehr viel Wasser und Energie. Umkehrosmose-Wasserfilter gibt es etwa ab 200 Euro zu kaufen.

Unnötige Investition

Fazit: Die Kosten für einen Wasserfilter lohnen sich meist nicht. Trinkwasser ist eines der am besten geprüften Lebensmittel und bedarf keiner weiteren Aufbereitung. Das bestätigen Tests des Umweltbundesamts und der Stiftung Warentest immer wieder.

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