Miniwindräderim Check

Wer mit einem Kleinwindrad eigenenStrom erzeugen will, musswissen, wie stark der Wind aufseinem Grundstück oder Hausweht. Bei den Windgeschwindigkeitengibt es hierzulande starkeUnterschiede: An der Küste blästder Wind in zehn Metern Höhemit durchschnittlich zwölf Meternpro Sekunde, im Binnenlandsind fünf bis acht Meter normal.Erst ab einer Geschwindigkeit vonsieben Metern pro Sekunde inHöhe des Rotors produziert eineAnlage effizient Strom. Hindernissewie Bäume oder Nachbarhäuserbremsen den Wind undsenken den Ertrag. Deshalb vorder Anschaffung den Wind amgewünschten Standort über einelängere Zeit messen.

Vom Winde gedreht

Das Aufstellen von Kleinwindrädernregeln die Bauordnungender Bundesländer und oft sogarder einzelnen Gemeinden unterschiedlich.In manchen LändernbenötigenAnlagen unter zehnMetern Höhe gar keine Baugenehmigung,anderenorts ein Gutachten.Allerdings kann das Bauamtbei Beschwerden von Nachbarnden Abbau der Anlage verlangen.Rechtssicherheit besteht nur mitGenehmigung. Auf jeden Fall vorherdas Gespräch mit Bauamt undNachbarn suchen.

Fürs Einfamilienhaus genügt eineMiniwindkraftanlage mit ein bisdrei Kilowatt(kW) Leistung,diepro kW etwa 3000 bis 5000 Eurokostet (ohne eventuelles Gutachtenund Installation). Etwa 800bis 2500 Kilowattstunden (kWh)Windstrom lassen sich damit jähr-lich ernten.

Nur ein Eigenverbrauch des selbsterzeugten Windstromsist rentabel,da die Einspeisevergütung inden ersten fünf Jahren nur halb sohoch ist wie für Solarstrom. Nichtgenutzten Strom in einer Batteriezu lagern erhöht die Wirtschaftlichkeit.

Energie-Tipp: Windkraft für alle

Miniwindräder gibt es für die verschiedenstenEinsatzbereiche, vomBatterielader fürs Gartenhaus bishin zur professionellen Windkraftanlagezur Versorgung eines Mehrfamilienhauses.Eine Übersicht überKleinwindräder sowie weitere Linkszum Thema finden Sie hier.