2025: E-Autos billiger als Benziner

Nach einer Studie von McKinsey werden die Preise von Batterien für Elektroautos bis 2020 drastisch einbrechen. Autos mit Elektroantrieb könnten so schon bald billiger als Benziner sein.

Die hohen Batteriepreise für Elektroautos werden nach einer Studie der Strategieberatung McKinsey in den nächsten Jahren drastisch einbrechen. Im Jahr 2020 könnten Elektroautos im Preis mit herkömmlichen Fahrzeugen somit konkurrieren. In den Folgejahren würden sie sogar günstiger als Benzin- und Dieselfahrzeuge.

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In der Studie prognostiziert McKinsey schon in acht Jahren einen Batteriepreis von nur noch 160 Euro pro Kilowattstunde. Aktuell liegt der Preis zwischen 400 und 560 Euro. Bis 2025 erwartet McKinsey sogar Preise von unter 130 Euro pro Kilowattstunde. Dabei stützt sich die Studie auf eine Befragung von Experten aus der Automobil- und Batterieindustrie weltweit.

Technischer Fortschritt und aggressive Preispolitik

Die kurzfristigen Preissenkungen erklärt die Unternehmensberatung mit der wachsenden Konkurrenz der Produzenten. Einige Hersteller betreiben eine aggressive Preispolitik, sagt Hans-Werner Kaas, Leiter der McKinsey-Automobilberatung. Dadurch werde der Preis pro Kilowattstunde bis 2015 bereits auf rund 300 Euro sinken.

Einen besonders starken Preisverfall erwartet McKinsey zwischen 2015 und 2020 aufgrund großer Fortschritte in der Batterietechnik. Der Wechsel von Graphit zu Silizium-basierter Technik löse einen Schub aus, so Kaas. Zuwächse der Ladekapazität von 40 Prozent auf Zellebene und 30 Prozent bei den Anoden senkten den Preis pro Kilowattstunde um rund 100 Euro. Hinzu kommen weitere Optimierungen, die den Preis auf 160 Euro reduzieren, so McKinsey.

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