Braucht Deutschland die Solarförderung?

Schon bald könnten sich Photovoltaikanlagen laut einer Studie auch ohne staatliche Förderung rentieren. Direkt in die Ziegel integrierte Solarzellen spielen dabei eine wachsende Rolle.

Vor einigen Tagen hat sich die Bundesregierung endgültig auf eine Kürzung der Förderung von Photovoltaikanlagen auf Deutschlands Dächern geeinigt. Wie bei jeder Kürzung befürchtete die Branche auch diesmal, der Solarmarkt könnte durch die Kürzung enorm einbrechen oder gar sterben.

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Dass diese Szenarien übertrieben sind, zeigen die jüngsten Verkaufszahlen. Trotz Kürzung läuft der Verkauf von Photovoltaikanlagen. Und nicht nur das: Eine Studie der Monier Gruppe zeigt angeblich, dass Solarzellen sogar nachgefragt würden, wenn die Regierung die Kürzung komplett streichen würde. Noch in diesem Jahr könnte sich laut Monier Deutschland in einen förderunabhängigen Photovoltaik-Markt entwickeln.

Dachintegrierte Photovoltaikanlagen gewinnen an Bedeutung

Die Photovoltaik-Branche durchläuft derzeit einen Wandel bei dem die Bedeutung der Einspeisevergütungen in den verschiedenen Ländern abnimmt. Vor dem Hintergrund steigender Strompreise wird es für Verbraucher immer attraktiver den Strom selbst zu nutzen, den sie mit ihrer Photovoltaikanlage erzeugen, sagt Pepyn Dinandt, Geschäftsführer der Monier Gruppe.

Dachintegrierte Photovoltaikanlagen werden in den kommenden Jahren laut Studie an Bedeutung gewinnen. Der Grund liege auf der Hand: Wer sein Dach neu deckt, entscheidet sich in Anbetracht steigender Stromkosten für moderne Photovoltaik-Ziegel. Während bisher Dach und Solaranlage getrennt gekauft wurden, lassen sich die beiden Investitionen kombinieren. Das spart Kosten.

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