Bremsprobleme: Renault ruft Twizy zurück

Das erfolgreichste Elektroauto Deutschlands muss zurück in die Werkstatt: Der Twizy von Renault hat Bremsprobleme.

6247 Twizy Elektroautos ruft der französische Autohersteller Renault weltweit zurück, da Bremsflüssigkeit austreten könnte – das sind mehr als drei Viertel der bisher produzierten Fahrzeuge. Betroffen seien alle Modelle, die zwischen dem 27. Januar und dem ersten Mai 2012 in europäischen Ländern verkauft wurden.

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Leck in den Bremsschläuchen

Nach Angaben des Herstellers ist es bei einem einzelnen Modell wegen einer schadhaften Dichtung zu einem Leck in den Bremsschläuchen gekommen. Das könne auf Dauer zu Problemen beim Bremsvorgang führen.

Alle betroffenen Besitzer werden deshalb von Renault persönlich per Einschreiben kontaktiert und zur Werkstatt gebeten. Der Service in der Werkstatt sei kostenlos und dauere höchstens zwei Stunden, so der französische Hersteller.

Video verdeutlicht Bremsprobleme

Der Bremsapparat gilt beim Twizy ohnehin als Schwachstelle. Da das Elektroauto als Leicht-Kfz und nicht als PKW zugelassen ist, gelten geringere Sicherheitsvorgaben. Das Fahrzeug bietet deshalb kein ABS und ist bei einer Vollbremsung kaum zu lenken. Focus.de hat das Problem kürzlich in einem Video-Test verdeutlicht.

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Ohne die aufwendige Technik, die bei einer Zulassung für PKW vorgeschrieben ist, kann Renault das Elektroauto erheblich billiger anbieten. Ein Twizy kostet aktuell 7680 Euro aufwärts und ist somit das preiswerteste Elektroauto auf dem deutschen Automarkt.