Bundesländer-Ranking zu Erneuerbaren Energien

In welchem Bundesland brausen die meisten E-Autos durch die Straßen? Wo wird am meisten Erdwärme angezapft? Das Online-Portal „Föderal-Erneuerbar“ der Agentur für Erneuerbare Energien gibt einen Überblick über die Produktion von Ökostrom.

Die Spitzenreiter

Energie-Tipp

Bei der Fotovoltaik wird Bayern seinem Ruf als die nördlichste Stadt Italiens gerecht. Mit 11,8 Prozent Anteil an der Bruttostromerzeugung ist das Bundesland der Spitzenreiter, gefolgt von Hessen mit 11,6 Prozent und Thüringen mit 11,3 Prozent. Schlusslicht sind die wolkenverhangenen, küstennahen Bundesländer Schleswig-Holstein (4,7 Prozent) und Hamburg (0,7 Prozent). Auch bei der Geothermie liegt Bayern vorne. 2015 gab es fünf Geothermieanlagen mit Stromerzeugung in Bayern, zwei stehen in Rheinland-Pfalz und eine in Baden-Württemberg.

In Sachen Wasserkraft können Bayern (12,8 Prozent) und Baden-Württemberg (7,9 Prozent) punkten. Kein Wunder, wird doch Strom aus Wasserkraft vor allem an Flüssen mit hohem Gefälle erzeugt. Bei der Windenergie kehrt sich das Bild dagegen um. Denn der meiste Wind weht in den Küstenregionen. Hier sind Bayern (2 Prozent) und Baden-Württemberg (1,1 Prozent) die letzten in dem Ranking und Schleswig-Holstein ist mit einem 28,5 Prozent-Anteil Windstromerzeugung an der Bruttostromerzeugung der absolute Gewinner.

Bei der E-Mobilität ist das auto-affine Baden-Württemberg weit vorne. Hier gab es 2015 4.042 zugelassene E-Autos. An zweiter Stelle steht NRW mit 2.976 E-Autos, gefolgt von Bayern mit 2.053 E-Autos.

Der Ausbau muss weiter gehen

„Im Stromsektor konnten die Erneuerbaren Energien schon große Anteile erringen. Dieser Ausbau muss ehrgeizig weitergeführt werden und gleichzeitig eine entschlossene Abkehr von fossilen Energieträgern im Wärme-und Mobilitätsbereich angegangen werden“ so Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. Durch die Verwendung von Ökostrom für Elektromobilität und zur Wärmeerzeugung könnten die Anteile Erneuerbarer Energien weiter steigen.

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