Das Ozonloch erholt sich

1987 beschloss die Welt in Montreal, den Ausstoß ozonschädlicher Gase drastisch zu reduzieren. Heute, 25 Jahre später, trägt das Abkommen Früchte: Die Größe des Ozonlochs nimmt ab.

Als am 16. September 1987 Vertreter aus 196 Ländern in Montreal zusammentrafen, sah die Lage düster aus: Über mehrere Millionen Quadratkilometer erstreckte sich ein Loch in der Ozonschicht und wuchs rasant. Auslöser waren Gase, die bereits Jahre zuvor ausgestoßen wurden. Insbesondere das Treibhausgas Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW) setzte der Schutzschicht des Planeten zu.

Es dauert Jahrzehnte, bis sich Treibhaus-Gas neutralisiert

Im Montreal-Protkoll einigten sich die Staaten darauf, den Ausstoß von Gasen, die die Ozonschicht schädigen, auf ein Minimum zu reduzieren. Der Erfolg ließ jedoch noch lange auf sich warten. Der Grund: Einmal ausgestoßene Gase sind sehr langlebig. Es dauert Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte, bis ein Gas neutralisiert ist.

Jetzt, im Jahr 2012, scheinen die Bemühungen jedoch endlich Früchte zu tragen: die World Metereological Organization (WMO) berichtet zum 25. Jahrestag des Montreal Abkommens, dass sich das Ozonloch langsam erhole.

82 Prozent weniger Ozon-Killer seit 1987

Seit 1987 ist der weltweite Ausstoß von Ozon-Killern um 82 Prozent zurückgegangen. Zwischen 1996 und 2002 hat sich das Ozonloch nicht weiter vergrößert. 2005 verschlechterten sich die Werte zwar noch einmal dramatisch. Grundsätzlich gehen die Experten der WMO von einer weiteren Erholung der Schutzschicht aus. In 50 Jahren schließlich soll die Ozonschicht wieder ihre ursprüngliche Dicke erreicht haben.