Deutliches Plus auf dem EEG-Konto

Das von den Netzbetreibern verwaltete EEG-Konto verzeichnete Ende Januar ein deutliches Guthaben von über 4,4 Milliarden Euro.

Jeder Inhaber eines Kontos kennt das Prinzip: Die Einnahmen mit den Ausgaben verrechnen. Genau so funktioniert auch das EEG-Konto. Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber verbuchen hier Einzahlungen – das sind Erlöse aus dem Stromverkauf an der Börse – und Auszahlungen – also Vergütungen, die Anlagenbetreiber pro eingespeiste Kilowattstunde erhalten – nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

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Januar 2018: ein Plus von 500 Millionen Euro

Zu Beginn des Jahres entsteht auf dem EEG-Konto regelmäßig ein Plus. Dieses resultiert aus den niedrigen Zahlungen an Solarstrombetreiber, da sie wegen der sonnenarmen Wintermonate weniger Strom produzieren. Der Überhang wird dann meistens über die Sommermonate abgebaut, doch zuletzt immer weniger vollständig. Diesen Januar verzeichnete das Konto ein Plus von satten 500 Millionen Euro, in der Summe ergibt es ein Guthaben von insgesamt 4,4 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2017 waren es 3,6 Milliarden und 2016 3,8 Milliarden Euro.

Wachsendes Geldpolster

Grund für die wachsenden Überschüsse ist die überhöht bemessene EEG-Umlage. Trotz des starken Geldpolsters von 2017 wurde die Umlage für 2018 nur geringfügig von 6,88 auf 6,79 Cent je erzeugte Kilowattstunde gesenkt. Aber auch der Strompreis an der Börse spielt eine Rolle: Können Ökostromerzeuger am Börsenmarkt bessere Preise erzielen, bekommen sie weniger Zahlungen aus der EEG-Kasse. Diesen Januar lag der Strompreis am Markt für eine Megawattstunde bei 30 Euro, vergangenen Januar waren es noch 50 Euro je Megawattstunde. Doch trotz der niedrigen Börsenpreise und den resultierenden hohen Zahlungen an Anlagenbetreiber ist ein Überschuss von 500 Millionen Euro entstanden.