EEG-Umlage sinkt ab 2015

Der seit Jahren währende Anstieg der EEG-Umlage könnte ab 2015 erstmals wieder sinken. Das ergibt die Studie „Auswirkungen der EEG-Novelle auf die EEG-Umlage“, die im Namen der Grünen-Bundestagsfraktion vom Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) durchgeführt wurde.

Die Studie geht davon aus, dass die EEG-Umlage von derzeit 6,24 Cent pro Kilowattstunde nächstes Jahr auf 5,9 bis 6,0 Cent sinkt. Die Auswirkungen auf die jährliche Stromrechnung werden aber überschaubar sein: Ein Vier-Personen-Haushalt könnte 2015 auf Basis der prognostizierten Umlage um durchschnittlich 8,50 Euro bis 12 Euro im Jahr entlastet werden.

Erneuter Anstieg ist wahrscheinlich

Mit der zum 1. August in Kraft getretenen Reform des EEG (hier erfahren Sie mehr zur EEG-Reform) hat die Ersparnis laut Studie jedoch nichts zu tun: Die voraussichtlich geringere Umlage ist demnach Folge einer Berechnungssystematik, die Effekte der Vorjahre berücksichtigt. Tatsächlich könnte die Umlage 2016, wenn die aktuelle Novelle erstmals greift, erneut steigen. Eine Entlastung der Stromkunden erreiche die Novelle daher nicht.

Auch die Drosselung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien (Ausbaukorridor) habe kaum Auswirkungen auf die EEG-Umlage, so die Studie. Die Grünen werteten die Ergebnisse der Studie als Bestätigung ihrer Kritik an der EEG-Novelle: Die Große Koalition habe ihr Ziel, das EEG kostengerechter und einfacher zu gestalten, krachend verfehlt, so Grünen-Fraktionsvize Oliver Kirscher.